Zurückgeblättert : Einmal Mainz und zurück

Man sieht sich im Leben zweimal. Mindestens. Das gilt auch für Klaus Jensen (Foto). Der damals 42 Jahre alte Sozialexperte wechselt im Juni 1994 von Trier ins Mainzer Sozialministerium, um dort als Staatssekretär neue Aufgaben zu übernehmen.

1999 kehrt er dann aus privaten Gründen zurück nach Trier, um freiberuflich zu arbeiten. 2007 wird Jensen neuer Oberbürgermeister der Stadt Trier. 2014 kandidiert er nicht mehr. Seit 2015 ist der Ehemann von Ministerpräsidentin Malu Dreyer Honorarkonsul Luxemburgs in Trier.
Zum Zeitpunkt seines Wechsels nach Mainz ist Klaus Jensen noch kein Mitglied der SPD. Manfred Maximini ist zu diesem Zeitpunkt kein Sozialdemokrat mehr. 1992 hatte er im Streit die Partei verlassen, um bei der Kommunalwahl 1994 mit seiner Unabhängigen Bürgervertretung Maximini (UBM) groß aufzutrumpfen. Rund 17 Prozent der Wähler stimmen für die UBM. Das bedeutet sechs der insgesamt 52 Sitze im Trierer Stadtrat. Inzwischen firmiert die Gruppe unter dem Namen UBT und ist im neuen Stadtrat mit drei Vertretern dabei.
Der UBM Freud ist anderer Parteien Leid.  DIE SPD verliert rund zwölf Prozent und landet bei 30 Prozent, die CDU verliert mehr als vier Prozent und landet bei gut 38 Prozent. Im Landkreis Trier-Saarburg ist vor allem für die Christdemokraten die Welt noch in Ordnung. Die CDU kommt auf 43 Prozent, die SPD auf 37 Prozent, die FWG auf zehn Prozent und die Grünen auf knapp sieben Prozent. Die FDP schafft nicht den Einzug in das Gremium.  

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