Die Kontrolle der Kontrolle der Kontrolle

Die Kontrolle der Kontrolle der Kontrolle

Immer wieder wird das Thema "Missstände in Schulbussen" diskutiert. Der Kreis Trier-Saarburg hatte eine Schwachstellen-Analyse in Auftrag gegeben und das Ergebnis im November 2008 präsentiert. Über drei Monate hinweg folgten Nachkontrollen. Deren Ergebnis liegt nun vor: Eine Linie bleibt unter Beobachtung, und nach den Sommerferien wird erneut kontrolliert.

Trier. (kat) Vorweg eine kleine Chronologie der Schwachstellen-Analyse der Schülerbeförderung: September 2008: Landrat Günther Schartz kündigt die 16 000 Euro teure Schwachstellen-Analyse im Kreis Trier-Saarburg an. Der Grund: Immer wieder ist von Missständen die Rede. Die Kreisverwaltung beauftragte das Europäische Tourismus Institut (ETI), knapp 200 Busfahrten zu untersuchen. Der September eigne sich gut, sagte Schartz, da sich die Situation in den Bussen nach den Sommerferien eingependelt habe.

November 2008: Die Ergebnisse der Analyse werden bekannt gegeben. Die Durchschnittswerte sind weitestgehend in Ordnung, vereinzelt gebe es aber gravierende Probleme, heißt es, und es werden weitere Kontrollen von 18 Linien, die das ETI empfiehlt, angekündigt.

Januar bis März 2008: Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung kontrollieren mehrmals selbst. Aber nur 16 der 18 vom ETI empfohlenen Linien. Zwei Linien (Hermeskeil-Trier, Irrel-Trier) liegen im Zuständigkeitsbereich der Stadt und wurden laut Kreisverwaltung weitergeleitet. Die Hauptkriterien, die kritisch betrachtet werden sollen: Die Sitz- und Stehplatzkapazitäten und die Pünktlichkeit der Busse.

Was ist mit der Frage der Pünktlichkeit



24. April 2009: Das Ergebnis der Nachkontrollen liegt vor. "Insgesamt erbrachten die Untersuchungen das erfreuliche Ergebnis, dass bei den einzelnen Linien entweder momentan kein Handlungsbedarf besteht oder dass bislang vorhandene Probleme durch Änderungen beseitigt werden konnten", resümiert Martina Bosch, Pressesprecherin der Kreisverwaltung Trier-Saarburg. Lediglich bei der Linie 203 von Tawern nach Saarburg (der TV begleitete diese Kontrollfahrt und berichtete) zeige sich, dass der Bus nach wie vor sehr stark ausgelastet sei. Konsequenzen aus den Nachkontrollen müssten demnach keine gezogen werden. Außer: "Die Kreisverwaltung wird die Linie 203 Tawern -Saarburg weiterhin intensiv im Auge behalten", sagte Bosch.

Und es wird weiter kontrolliert. "Zu Beginn des Schuljahres 2009/2010 soll wieder die Firma ETI herangezogen werden", sagt Bosch. Bemerkenswert ist allerdings, dass in keinem der jüngsten Kontrollergebnisse, die unserer Zeitung vorliegen, der Punkt "Pünktlichkeit" auftaucht.

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