Die Kunst zu singen

WALDRACH. Schade! Das "Trio Favari" hätte wegen seiner tollen musikalischen Leistungen und dem Schwung, den es bot, mehr Zuhörer verdient. Nur wenige Musikbegeisterte fanden den Weg ins Waldracher Kulturzentrum.

Chansons, Lieder und Balladen standen im Rathaus auf dem Programm. Mit Chansons wie "La mer" von Charles Trénet oder "La vie en rose" von Edith Piaf, Stücken von Serge Gainsbourg und Charles Aznavour ließen die drei Musiker den französischen Charme der weltbekannten Chansons wiederaufleben und luden ein zum Zuhören und Träumen. Klarer Mittelpunkt des Geschehens war Claudio Favari mit seiner ausdrucksstarken Stimme, zuverlässig unterstützt von seinen beiden aus dem Saarland stammenden Begleit-Musikern Richard Bauer (Keyboard) und Kurt Landry (Schlagzeug). Spritzige und fantasievolle Eigenkompositionen, mit viel Lust am Spiel vorgetragen, rundeten das Programm ab und schlugen die Zuhörer in ihren Bann. Es ist die "ambience", die Kunst gefühlvoller Arrangements, die den Zuhörer in den Bann zieht, wenn das "Trio Favari" sein internationales Song-Repertoire erklingen lässt. Das Trio mit der großen Bühnenerfahrung, seit seiner Gründung 2001 verzeichnet es einen ständigen Zuwachs an Fans, präsentierte sich bestens. Claudio Favari, Sänger und Gitarrist der Gruppe, ist als gebürtiger Franzose italienischer Abstammung vom französischen Chanson stark beeinflusst und überzeugte mit seinem besonderen Timbre in jedem internationalen Liedvortrag. Sein virtuoses Gitarrenspiel brachte ihm unter anderem den ersten Platz beim internationalen Jazzfestival in Burghausen ein.Kurzweiliges Repertoire mit internationalem Flair

Die Atmosphäre wurde maßgeblich durch den Pianisten Richard Bauer geprägt, der mit seinem Keyboard-Bass-Spiel dem Trio einen besonderen musikalischen Freiraum in Sachen Soundgestaltung eröffnete. Die Fähigkeit, musikalische Stimmungen zu erzeugen, liegt ihm im Blut. Das rhythmische Rückgrat des Trios ist der Drummer Kurt Landry. Seine Erfahrung aus vielen unterschiedlichen musikalischen Projekten floss in sein filigranes Besenspiel ein. Mit seiner Live-Music bot das Trio auch in Waldrach ein kurzweiliges Repertoire aus internationalen Kompositionen, sowohl aus dem deutsch-französischen als auch aus dem anglo- und lateinamerikanischen Raum.