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Die Lernwerkstatt „KlimaWandelWeg” ist im Bistum Trier angekommen.

Projekt : „Die größte Herausforderung unserer Zeit”

Die Lernwerkstatt „KlimaWandelWeg” ist im Bistum Trier angekommen.

Ein kleiner Stoß, dann fällt der Dominostein, und mit ihm durch die bekannte Kettenreaktion alle anderen Steine auch. Um den Tisch herum stehen Schüler der neunten Klasse der Trierer St.-Maximin-Schule. Sie haben sich in den vergangenen Tagen mit dem Thema Klimawandel beschäftigt – unter anderem damit, welche Kettenreaktion eine Erderwärmung um zwei Grad mit sich bringen würde.

So anschaulich wie diese Station verdeutlichen auch die neun anderen Stationen des sogenannten KlimaWandelWeges die Auswirkungen auf alle Lebensbereiche von Ernährung über Gesundheit bis hin zu einer veränderten Umwelt, die der Klimawandel bewirkt. Der Weg ist eine Lernwerkstatt, die das Bistum Trier und die Landeszentrale für Umweltaufklärung in Mainz im vergangenen Jahr durch einen Kooperationsvertrag für den Einsatz im Bistum auf den Weg gebracht haben. „Da wir uns auch durch eigene Recherchen so intensiv damit beschäftigt haben, habe ich einiges dazugelernt, was ich vorher so nicht wusste”, sagt der 14-jährige Robin Zeeh aus Trier. Er hat sich mit seiner Gruppe mit den Auswirkungen auf die Gesundheit beschäftigt, etwa, wenn sich durch ein wärmeres Klima Malaria übertragende Mücken hierzulande verbreiten.

Der KlimaWandelWeg sei ein bundesweit einzigartiges Bildungsangebot des Landes und stehe ab sofort Schulen und Bildungseinrichtungen im ganzen Bereich des Bistums Trier zur Verfügung, sagte Roland Horne bei der Vorstellung der Lernwerkstatt in Trier. Damit gebe man den Schülern ein Werkzeug an die Hand, um sich mit der größten Herausforderung unserer Zeit auseinandersetzen zu können.

Klimawandel sei als Begriff erst einmal sehr abstrakt, erklärte Andreas Hochhalter, Schuleiter an der Realschule plus St. Maximin. Der KlimaWandelWeg motiviere die  Schüler, sich mit den Ursachen, den Auswirkungen und den Langzeitfolgen auseinanderzusetzen. „Sie verstehen, dass es die eigene Lebenswelt ist, die durch den Klimawandel bedroht wird.”

Bei der 15-jährigen Josefin Mundt und ihren Mitschülern kommt der KlimaWandelWeg gut an: „Ich habe an der Station Witterungsextreme mitgearbeitet und wir haben uns mit Starkregen in unserer Region beschäftigt, der dann zu Überschwemmungen führen kann. Es ist interessant zu sehen, dass der Klimawandel eben auch uns ganz konkret betrifft.”

Der KlimaWandelWeg kann im Raum Trier von Schulen und Bildungseinrichtungen kostenfrei ausgeliehen werden. Kontakt für Bistumsschulen: Charlotte Kleinwächter, Telefon 0651/7105564, E-Mail charlotte.kleinwaechter@bgv-trier.de, Kontakt für andere Schulen: Sabine Mock, Telefon 0651/9917754, E-Mail mock@la21-trier.de, Lokale Agenda 21 Trier