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Die Malteser kommen zurück ins Dorf

Die Malteser kommen zurück ins Dorf

Nach dem Brand der Rettungswache in Welschbillig laufen nun bald die Sanierungsarbeiten am Gebäude an. Es wird jedoch wohl noch einige Monate dauern, ehe Einsatzkräfte und Fahrzeuge wieder an den alten Standort zurückkehren. Bis dahin fahren die Malteser von einem Ausweichquartier am Sportplatz ihre Einsätze.

Welschbillig. Das verheerende Feuer in der Rettungswache Welschbillig von Ende April liegt nun gut zwei Monate zurück. Im und am Gebäude unweit der Welschbilliger Burg sind an vielen Stellen noch die Schäden zu sehen, die der Brand angerichtet hat. Bisher wurde das Haus nur entkernt und das durch den Löschwassereinsatz feuchtgewordene Mauerwerk getrocknet. Vermutlich ab August wird das Gebäude nun saniert. Das wird dann voraussichtlich einige Monate dauern.
Werner Olk ist Ortsbürgermeister von Welschbillig und gleichzeitig Ortsbeauftragter der Malteser. Er sagt: "Der Schaden am Gebäude liegt bei 200 000 Euro." Dies hat ein Gutachter festgestellt. Man habe sich darauf geeinigt, das durch den Brand in Mitleidenschaft Gebäude wieder in Ordnung zu bringen.
"Wir wollen insgesamt rund 240 000 Euro investieren", sagt Olk. Das sind 40 000 Euro mehr als die Summe, die die Malteser von der Versicherung erhalten. Als Begründung für die Mehrkosten nennt Olk den Wunsch, die Rettungswache den neuesten Anforderungen gemäß auszustatten. "Die bis zum Brand genutzten Räume waren vor rund 20 Jahren bezogen worden", sagt Olk.

Ersatzunterkunft in Containern


Aus zwei Gründen werden die Malteser wieder an ihren angestammten Stützpunkt zurückkehren. Der wohl wichtigste sind die Kosten. Nach Auskunft von Olk hätte ein Neubau an anderer Stelle rund 800 000 Euro gekostet. Zudem wäre bei einem Umzug die Frage offengeblieben, was mit der Brandruine in der Ortsmitte geschieht. Apropos Umzug: Unmittelbar nach dem Feuer zogen die Mitarbeiter der Wache in eine Wohnung in den Ortsteil Träg. Denn schließlich musste die Einsatzbereitschaft gewährleistet bleiben. Doch dieses Quartier reichte nicht aus. Es musste schon etwas Größeres sein, da nicht nur das Personal für Rettungs- und Krankenwagen Platz haben musste. Gebraucht wurden auch ein Büro und ein Lager.
All diese räumlichen Voraussetzungen sind nun vorhanden: Mehrere Container wurden angeliefert und aufgestellt.
Die neue Bleibe befindet sich direkt gegenüber dem Sportplatz. Stefan Heiseler, Leiter des Malteser Hilfsdienstes in Welschbillig, sagt: "Jetzt sind wir froh, dass wir während des Wiederaufbaus der Rettungswache eine vernünftige Unterkunft haben".
Die Container sind großzügig ausgestattet und teilweise auch klimatisiert. Neben zwei Waschräumen gibt es auch Ruheräume, Wohnräume und Essküche sowie ein Lager und ein Büro.