Die meisten machen mit

TRIER. Die meisten City-Geschäfte öffnen am Sonntag von 13 bis 18 Uhr die Türen, aber die drei großen Warenhäuser (Kaufhöfe, Karstadt) bleiben geschlossen. Der "Trierer Süden" zeigt Flagge und ist übermorgen mit 22 Eurener und Zewener Firmen mit von der Partie.

Er kam nur schwer aus den Startlöchern, aber er kommt: Triers erster von vier verkaufsoffenen Sonntagen 2004 lockt mit einer ansehnlichen Zahl von Geschäften. Zugpferde wie C&A, SinnLeffers und die am Kornmarkt neu eröffnete Buchhandlung Interbook sind ebenso dabei wie die eine Reihe Filialisten und die weitaus meisten Fachgeschäfte in der Altstadt.Bei den beiden Kaufhof-Warenhäusern in der Sim und in der Fleischstraße sowie bei Karstadt bleiben die Türen geschlossen. Grund: Die Betriebsräte verweigern den Segen zur Sonntagsöffnung. "Wir haben auch den zweiten Antrag der Geschäftsleitung auf Öffnung am Sonntag abgelehnt", bestätigt Karstadt-Betriebsratschef Karlheinz Helmle auf TV -Anfrage.Von den Geschäftsführern waren gestern keine Stellungnahmen zu erhalten: die Galeria-Kaufhof-Direktoren Hans-Peter Schlechtriemen (Sim) und Michael Trittermann (Fleischstraße) befanden sich auf Klausurtagung in Köln, ihr Karstadt-Amtskollege Thomas du Buy in Urlaub.Im Gegensatz zu den meisten Geschäftsinhabern aus der Altstadt bedauert das Netzwerk "Trierer Süden" das Fehlen von drei zugkräftigen Kaufhäusern nicht. "Der offene Sonntag am 21. März in Trier geht auf unsere Initiative zurück. Deshalb wäre es uns lieber, wir hätten ihn exklusiv", macht "Süden"-Sprecher Wolfgang Scholtes (Fliesen Scholtes) keinen Hehl aus seinen "gemischten Gefühlen darüber, dass die City-Initiative auf unseren Zug aufgesprungen ist".Service für Bus-Kunden

Die Konkurrenz des Stadtzentrums und weitere Publikumsmagneten wie den Bitburger Beda-Markt fürchten die im "Trierer Süden" engagierten Unternehmen aus den Stadtteilen Euren und Zewen nicht. "Ich denke, unser Angebot entwickelt genug Zugkraft, um bestehen zu können", sagt Scholtes. Übermorgen sind 22 "Süden"-Betriebe wie Auto- und Möbelhäuser, Bau- und Heimwerkermärkte, Sanitärbedarf sowie Kaminbau von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Jede Firma wartet mit Aktionen auf, einige davon (Kinder-Rallye und "Pampers-Lauf") sind speziell für junge Besucher gedacht. Besonderer Service: In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Trier organisiert der "Trierer Süden" einen kostenlosen Shuttle-Bus-Dienst. Zwei Busse fahren am Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr im 20-Minuten-Takt ab dem Messegelände in den Moselauen zu den beteiligten Firmen zwischen Im Speyer und der Niederkircher Straße.Zum offenen City-Sonntag bieten die Stadtwerke einen Park&Ride-Service: Zwischen 12.17 und 15.17 Uhr fahren ab der Haltestelle Riverside (am Verteilerkreis Nord) P&R-Busse im 15-Minuten-Takt. Die Rückfahrt erfolgt von 15.35 bis 18.35 Uhr ebenfalls im 15-Minuten-Takt ab Porta Nigra, Bussteig 3. Bitte beachten: Dieses Bus-Angebot ist im Gegensatz zum Advents-P&R kostenpflichtig, und das Messegelände in den Moselauen wird nicht angefahren. In Erwartung des Kunden-Ansturms setzen die Stadtwerke am Sonntag verstärkt Gelenkbusse und Zusatzwagen ein.Wer mit dem Auto in die City fahren will: Alle Parkhäuser und Tiefgaragen der Parken in Trier GmbH (PiT) sind übermorgen geöffnet.