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Die Moselkrone war schon mal begehrter

Die Moselkrone war schon mal begehrter

Am 19. September wird die neue Mosel-Weinkönigin gewählt und gekrönt. Doch die Zahl der Bewerberinnen ist in diesem Jahr sehr bescheiden. Gerade mal zwei junge Damen kandidieren bislang für dieses Amt.

Trier/Reil/Mesenich/Oberfell. Martina Servaty aus Mesenich (Kreis Cochem-Zell), aktuelle Weinkönigin des Anbaugebietes Mosel, musste sich im vergangenen Jahr noch gegen sechs Mitbewerberinnen durchsetzen, ebenso ein Jahr zuvor ihre Vorgängerin Katja Fehres aus Brauneberg.

Duell zwischen Theresa Arns und Sonja Christ



In diesem Jahr sieht es bislang nach einem Duell aus: Denn nur zwei junge Damen haben sich bei der Gebietsweinwerbung "Moselwein e.V." in Trier um das königliche Amt beworben: Theresa Arns aus Reil und Sonja Christ aus Oberfell an der Untermosel.

Letztere hatte es 2005 schon einmal probiert, es damals aber nicht ganz auf den Thron geschafft. Damals wurde sie zur Gebietsweinprinzessin gekürt. Ansgar Schmitz, Geschäftsführer der Gebietsweinwerbung vom Moselwein e.V., hat damit gerechnet, dass es einmal so kommen könnte. Schmitz: "In den vergangenen Jahren hatten wir stets mehr als ein halbes Dutzend Kandidatinnen, während in anderen Wein-Anbaugebieten oft nur ein oder zwei Damen zur Wahl antraten. Aber ich hoffe, es kommen kurz vor Schluss noch ein oder zwei hinzu." Offizieller Bewerbungsschluss für die Bewerberinnen der Moselkrone war der 31. Juli. Doch den will die Weinwerbung nicht mehr ganz so genau nehmen.

Großes Arbeitspensum für Königin



Schmitz hat noch die Adressen von einigen potenziellen Kandidatinnen im Notizblock stehen, die ihr Interesse bekundet haben, aber noch unsicher sind. Eine will noch mit ihrem Arbeitgeber abklären, ob sie sich als Moselweinkönigin bewerben kann. Spätestens in der kommenden Woche will Schmitz aber die endgültige Bewerberinnen-Liste zusammenstellen.

Bleibt es bei den zwei Kandidatinnen Theresa Arns und Sonja Christ, könnte ein anderer Veranstaltungsort für die Wahl in Frage kommen. Bislang ist die Europahalle in Trier vorgesehen. Ein anstrengendes, aber auch spannendes Jahr Doch zwei Bewerberinnen bringen weniger "Fans" mit als sechs oder sieben. Einen Umzug in eine kleinere Halle kann sich Schmitz daher durchaus vorstellen. Den Grund für das mangelnde Interesse am Amt der Gebietsweinkönigin sieht Schmitz zum einen in dem Rückgang der Winzerfamilien sowie dem doch großen Arbeitspensum, das eine Gebietsweinkönigin im Jahr leisten muss. Für viele sei es schwierig, Beruf, Studium und Familie und den ehrenamtlichen Einsatz im Dienste des Moselweins unter einen Hut zu bringen. Dabei erwartet eine Gebietsweinkönigin ein zwar anstrengendes, aber auch sehr spannendes Jahr.

Regentin muss rund 200 Auftritte absolvieren



Rund 200 Auftritte muss sie absolvieren - auf zahlreichen Weinfesten in der Region, aber auch bei überregionalen Weinveranstaltungen im In- und Ausland.

Dazu gehören Weinpräsentationen in den Benelux-Staaten und in Skandinavien. Dafür gibt es von der Weinwerbung eine Aufwandsentschädigung.

Ferner bekommt die Weinkönigin für ein Jahr ein Fahrzeug gestellt.

Schmitz: "Es wird sicher viel verlangt, aber die Gebietsweinkönigin erlebt in dem einen Jahr sehr viel und lernt jede Menge interessanter Leute kennen."