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Die nächste Riesenbaustelle kündigt sich an

Die nächste Riesenbaustelle kündigt sich an

Der Trierer Alleenring erhält zwischen Christophstraße und Kaiserthermen ab dem 25. August eine neue Fahrbahndecke. Während drei einwöchigen Bauabschnitten müssen die Straßen dafür teilweise voll gesperrt werden. Zehntausende Autos und Busse werden umgeleitet.

Trier. Risse, Schlaglöcher, Aufbrüche: Die Asphaltdecke im östlichen Alleenring ist teilweise in keinem guten Zustand. Nachdem im Frühjahr die Ostallee saniert wurde, ist nun die Gegenfahrbahn von der Christophstraße bis zu den Kaiserthermen an der Reihe: Die obere Asphaltschicht wird komplett abgefräst und neu aufgebracht. Auch in der Theodor-Heuss-Allee wird gearbeitet. Die Bauabschnitte werden für den motorisierten Verkehr gesperrt. Rund 13 000 Fahrzeuge pro Tag müssen umgeleitet werden.
Von der Christophstraße bis zur Mustorstraße: Wer am Montagmorgen, 25. August, von der Christophstraße Richtung Kaiserthermen fahren will, wird ausgebremst: Denn bis einschließlich Sonntag, 31. August, wird in der Balduinstraße und in der Straße An der Schellenmauer die Fahrbahndecke instand gesetzt. Zwischen der Sichelstraße und der Kreuzung Mustorstraße ist die Allee daher voll gesperrt. Vor dem Balduinsgebäude wird gleichzeitig ein Teil der Christophstraße saniert und dafür ebenfalls gesperrt (siehe Grafik).
Ortsunkundige, die auf der Christophstraße unterwegs sind, werden umgeleitet in die Nordallee, weiter ans Moselufer und von dort über die Süd- und Ostallee. Der Bahnhof bleibt von der Christophstraße aus erreichbar. Das Alleencenter-Parkhaus kann über die Deworastraße und die Sichelstraße erreicht werden. Die Ostallee ist ebenfalls frei befahrbar.
Nicht möglich ist während der Bauarbeiten allerdings die Zufahrt von der Gartenfeldstraße oder der Ostallee in die Mustorstraße. Die Umleitung läuft über die Weimarer Allee und die Weberbach.
Theodor-Heuss-Allee zwischen Bismarckstraße und Roonstraße: Der kleine Abschnitt der Theodor-Heuss-Allee entlang des Balduinsbrunnens, zwischen den Einmündungen der Bismarckstraße und der Roonstraße, wird von Montagmorgen, 1. September, bis Donnerstag, 4. September, saniert. Auch der kurze Straßenabschnitt, der von der Christophstraße entlang des Brunnens zum Bahnhof führt, wird erneuert und dafür voll gesperrt. Von der Roonstraße kann man dann auch nicht mehr in die Balduinstraße fahren. Der Verkehr wird über die übrige Theodor-Heuss-Allee ans Moselufer umgeleitet.
Der Weg von der Christophstraße in die Balduinstraße bleibt während der Bauarbeiten befahrbar. Über die Balduinstraße und weiter über die Linksabbiegespur, die hinter der Aral-Tankstelle in die Ostallee führt, kann der Bahnhof ungehindert erreicht werden.
Weimarer Allee, von der Mustorstraße bis zu den Kaiserthermen: Ab Montag, 15. September, wird dann die Weimarer Allee ab der Kreuzung Mustorstraße bis zum Verteilerkreis an den Kaiserthermen saniert und voll gesperrt. Umgeleitet wird der Verkehr über die Mustorstraße und die Weberbach in die Südallee. Von der Mustorstraße aus ist auch die Zufahrt in die Gartenfeldstraße und in die Ostallee möglich.
Bauzeiten: "Wir haben den Großteil der Arbeiten noch in die Schulferien gelegt", sagt Wolfgang van Bellen, Leiter des städtischen Tiefbauamts. Durch weniger Schulbusse und weniger Privatverkehr in der Urlaubszeit würden die erwartbaren Rückstaus geringer ausfallen. Dass zwischen dem zweiten und dem dritten Bauabschnitt eine Woche Pause ist, liege am Terminkalender der Baufirma. "Das war organisatorisch nicht anders möglich", sagt van Bellen.
Sollte es an den Tagen, die jeweils für das Aufbringen der neuen Asphaltschicht vorgesehen sind, stark regnen, kann das die Arbeiten verzögern. "Liegt ein Wasserfilm auf der Unterschicht, kann darauf der Asphalt nicht aufgebracht werden", erklärt van Bellen. Auch bei außergewöhnlicher Hitze könnten die Bauzeiten sich verlängern, da bei starker Sonneneinstrahlung der Asphalt langsamer auskühlt.
Busse: Auch Tausende Busse müssen umgeleitet werden. Während des ersten Bauabschnitts, bei dem die Balduinstraße gesperrt ist, fahren die Linien 2, 4, 30, 33, 81 und 84 ab dem Bahnhof eine Umleitung über Kürenzer-, Schönborn-, Güter- und Gartenfeldstraße. Die Haltestellen Balduinsbrunnen und SWT Stadtwerke Trier in der Balduinstraße werden an den Hauptbahnhof (Bussteig 5) verlegt.
Markierung: Je eine Woche nach Abschluss des jeweiligen Bauabschnitts sollen die Fahrbahnmarkierungen auf den frischen Asphalt aufgebracht werden. "Früher ist das nicht möglich, weil der Abrollsplitt, der auf die neue Fahrbahndecke aufgebracht wird, sich einfahren muss, bevor die Farbe aufgetragen werden kann", sagt van Bellen. Neue Fahrradwege - wie in der zuvor sanierten Gartenfeld- und Mustorstraße - werden nicht markiert. "Dafür sind die Verkehrsströme auf der Allee zu stark", sagt van Bellen.
Und was wird gemacht? Von den genannten Straßenabschnitten - insgesamt 11 000 Quadratmeter Fahrbahnfläche - wird die obere Deckschicht komplett abgefräst und teilweise auch die darunter liegende Bindeschicht erneuert. Anschließend werden 1500 Tonnen Bitumen-Gemisch aufgebracht, das zum Zeitpunkt des Auswalzens zwischen 120 und 130 Grad Celsius heiß sein muss. "Kälter ist die Masse zu zäh, heißer kann das Bitumen nicht richtig verdichtet werden", sagt van Bellen. Halten soll die neue Deckschicht mindestens für die nächsten 15 Jahre.
Kosten: Insgesamt kostet die Straßensanierung in den drei Bauabschnitten rund 400 000 Euro. "Die Baumaßnahme ist damit von den Kosten und vom Volumen überschaubar, und die drei Mal eine Woche Bauzeit sind es auch. Die damit einhergehende Verkehrsbehinderung ist allerdings leider schmerzhaft", bedauert Tiefbauamtsleiter Wolfgang van Bellen. wocExtra

Die Zeughausstraße, die in Trier-Nord von der Paulinstraße zum Stadion führt, ist bereits ab Montag, 18. August, bis voraussichtlich Dienstag, 23. September, teilweise für den motorisierten Verkehr gesperrt. Betroffen ist der Abschnitt von der Paulinstraße bis zur Max-Brandts-Straße, die vor dem Stadion ins Wohnviertel Im Sonnenschein führt. Die Stadtwerke verlegen auf einer Länge von rund 220 Metern die Ver- und Entsorgungsleitungen sowie 24 Hausanschlüsse neu. Anlieger müssen während der Sperrung über die Zurmaiener Straße in die Zeughausstraße fahren. Vom Stadion kommend, ist die Zufahrt zur Max-Brandts-Straße und zur Engelstraße jederzeit möglich. Die Parkstraße in der Verlängerung der Franz-Georg-Straße zum Verteilerkreis Nord wird ab 22. September saniert. Weil die Straße ausreichend breit ist, muss sie während der Instandsetzung der Fahrbahn nur halbseitig gesperrt werden. Der Verkehr wird per Ampel wechselseitig an der Baustelle vorbeigeleitet. woc