Die neue Beleuchtung des Wahrzeichens von Trier kann viel mehr als weißes Licht.

Innenstadtbeleuchtung : Farbe für die Porta Nigra

Von wegen schwarzes Tor: Triers Wahrzeichen leuchtet nun lila, blau und grün. Seit Sonntagabend ist die neue LED-Beleuchtung in Betrieb – und zeigte zum Auftakt, was sie kann. Auch bei der weihnachtlichen Illumination der City hat sich einiges getan.

Eine Woche lang haben die Stadtwerke Trier (SWT) an der Umrüstung der Beleuchtung der Porta Nigra auf energiesparende LED-Technik gearbeitet. Pünktlich am ersten Adventssonntag gestern leuchtete das römische Tor in neuen Farben. Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Beigeordneter Thomas Schmitt und die SWT-Vorstände Arndt Müller und Steffen Maiwald nahmen die neue Technik um 17.30 Uhr in Betrieb. Für eine Stunde wurde die Porta in wechselnden Farben angestrahlt.

„Mehr Kontur, mehr Effizienz, mehr Farbe“, heißt das Projekt der Stadtwerke. Neben warm-weißem Licht für eine gezielte Architekturbeleuchtung haben sind nun auch farbige LED-Strahler installiert. Damit kann das Kulturdenkmal künftig bei besonderen Anlässen auch bunt in Szene gesetzt werden.

Der Sterntaler Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende bot einen perfekten Rahmen für die Inbetriebnahme: Denn neben der farbigen Beleuchtung durch die SWT setzte auch das gemeinnützige Unternehmen Kulturkarawane die Porta Nigra mit besonderen Beleuchtungseffekten in Szene.

Die 25 Jahre alte Vorgänger-Beleuchtung wird nun durch die energieeffiziente LED-Technik ersetzt. Wie die Stadt erklärt, wird die Porta Nigra im Regelfall wie bisher warm-weiß in Szene gesetzt, kommt dabei aber mit rund 50 Prozent weniger Energie aus. Die Strahler sind dimmbar. Die Steuerung erfolgt künftig digital. Die neuen Strahler werden zusammen mit der Straßenbeleuchtung eingeschaltet und um Mitternacht wieder ausgeschaltet. Die neue Beleuchtung sei mit Denkmalschützern abgestimmt worden, heißt es bei der Stadt.

Nicht nur die neu erleuchtete Porta beeindruckt Trierer wie Besucher: Seit dem Start des 40. Weihnachtsmarktes erstrahlt die gesamte Innenstadt im festlichen Lichterglanz. Die Trierer Winterbeleuchtung sorgt ab den späten Nachmittagsstunden für Atmosphäre in den Straßen der City sorgt.

Die „Drahtzieher“ des beeindruckenden Lichtspektakels sind erneut die City-Initiative Trier, die Stadtwerke Trier und die Firma Wöffler Verkehrstechnik. Finanziert wird die fast drei Monate andauernde Licht-Show „Trier leuchtet ein!“ durch zahlreiche Anlieger der Straßenzüge, wie die City-Initiative mitteilt. Die Unterstützer erkenne man beim Bummel durch die Innenstadt an den „Wir leuchten mit!“-Aufklebern an den Eingängen oder Schaufenstern.

Stolz sind die Initiatoren der Winterbeleuchtung darauf, dass sie bei der Umrüstung auf moderne LED-Technologie im Plan liegen. Schon jetzt gewährleisteten die Beleuchtung aus 100 Prozent Ökostrom und der Wechsel von klassischen Glühbirnen auf LED-Leuchtkörper eine Kostenersparnis von – je nach Straßenzug – bis zu 80 Prozent im Vergleich zum Aktionsstart 2012. Seither wurden mehr als 75 Prozent der Beleuchtungselemente durch die nach und nach durch modernste Illuminationen ersetzt, wie die City-Initiative mitteilt. Im nächsten Jahr soll unter anderem mit der Erneuerung der Winterbeleuchtung in der Fleischstraße ein weiterer Meilenstein geschafft sein.

Die neue Beleuchtung kann viel mehr als das warm-weiße Licht, mit dem die Porta auch künftig in der Regel in Szene gesetzt wird. Foto: Hans Krämer

Und während auf dem Weihnachtsmarkt vor den Festtagen die Lichter ausgehen, ist mit der Pracht in den Trierer Straßen an Weihnachten noch lange nicht Schluss: Die Trierer Winterbeleuchtung wird der abendlichen Innenstadt bis Anfang Februar ein unverwechselbares Flair verleihen.

Mehr von Volksfreund