Die Oase wird in Ordnung gebracht

Eltern und Kinder aus Fell monieren den schlechten Zustand des Spielplatzes in der Dorfmitte. Die Gemeinde wird bald Abhilfe schaffen und 8500 Euro in neue Geräte investieren.

Lara Lambertz, die mit ihren Sandkastenfreunden Luzie, Kalle und Kalle (von links) oft hier spielt, zeigt auf die marode „Oase“ auf dem Feller Spielplatz. TV-Foto: Katja Bernardy

Fell. (kat) "Hier gibt es viele Mängel, die man mit bloßem Auge sieht", schimpft Sigrid Lambertz, Mutter von drei Kindern: Die Wippen, die Schaukel und der Schwebebalken wurden vor ein paar Wochen abgebaut, Brennesseln säumen das Gelände, die hölzerne Sandkastenumrandung bröckelt dort, wo sie noch vorhanden ist, ab. Und in der großen Rutsche mit dem Kletterturm liegt jede Menge Dreck. Nils (9) ist enttäuscht, dass von der Reifenschaukel, die ein paar Meter weiter zwischen Bäumen zum Spielen einlud, nicht viel übrig geblieben ist. Stattdessen wuchern auch dort meterhohe Brennesseln, und ein schwarzer Reifen lugt zwischen den Blättern hervor. "Wir weichen schon auf andere Spielplätze aus", sagt Susanne Schmitt, Mutter eines Zweijährigen und einer vierjährigen Tochter. "Dabei ist das hier ein sehr schönes Gelände", fügt sie hinzu. Der großflächige Spielplatz ist von einem alten hohen Baumbestand umrandet, bietet viel Wiese zum Toben und liegt mitten im Ort. Lediglich der angrenzende Teich ist Sigrid Lambertz ein Ärgernis. "Sehr gefährlich", sagt die Mutter. Der momentan schlechte Zustand des Spielplatzes sei bekannt, sagt Ortsbürgermeister Helmut Schneiders auf TV-Anfrage. "Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, 8500 Euro in die Spielplätze in Fell und Fell-Fastrau zu investieren", berichtet Schneiders weiter. Auf Rat eines Sachverständigen, der die Geräte regelmäßig untersuche, seien die defekten Spielgeräte abgebaut worden. "Sie waren durchgefault und nicht mehr reparabel. "Der Rat habe einstimmig beschlossen, neue Geräte anzuschaffen. Auch die Brennesseln würden periodisch gemäht und das Gelände gepflegt, "aber nicht jeden Tag". Ein Teil der Brennesseln diene als Schutz vor dem angrenzenden fließenden Bach.Auch wäre es wünschenswert, wenn Eltern etwas mithelfen würden, meint der Ortsbürgermeister. Ein großes Ärgernis seien die Hundebesitzer, deren Tiere den Sandkasten als Hunde-Klo benutzten, sagt Helmut Schneiders. Noch in dieser "Spielplatz-Saison" könnten die Kinder und Eltern mit der Sanierung rechnen.