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Die Opfer im Fokus der Polizeiarbeit

Die Opfer im Fokus der Polizeiarbeit

Neben Koblenz, Mainz, Kaiserslautern und Ludwigshafen hat nun auch Trier den Bereich Opferschutz hauptamtlich besetzt. Die 38-jährige Polizeioberkommissarin Jennifer Schmidt hat seit Juli 2014 dieses anspruchsvolle Amt inne.

Trier. Täter zu ermitteln, dingfest zu machen und der Justiz zuzuführen - eine von vielen klassischen Tätigkeitsfeldern der Polizei. Doch wo es Täter gibt, da gibt es auch Opfer. Und für die ist in vielen Fällen, auch wenn der Bösewicht im Namen des Volkes sein gerechtes Urteil erhalten hat, der Fall noch lange nicht vorbei.
Es muss sich nicht zwangsläufig ein kapitales Gewaltverbrechen ereignen, um Menschen zu traumatisieren. Wohnungseinbrüche oder Stalking versetzen die Betroffenen in Angst und Schrecken, sie fühlen sich nicht mehr sicher. Dort tritt Jennifer Schmidt auf den Plan. Die Oberkommissarin mit der, wie sie selbst sagt, sozialen Ader, agiert beratend und vermittelt an Partnerorganisationen wie zum Beispiel an den Weißen Ring, das Frauenhaus, die Lebensberatung, den Kinderschutzbund oder den Sozialdienst Katholischer Frauen. Sie unterstützt auch Opfer von Verkehrsunfällen. Prävention ist eine Schlüsselaufgabe der Tätigkeit von Jennifer Schmidt: "Wir möchten verhindern, dass die Leute durch ihr schockierendes Erlebnis in eine Isolation abdriften." Auch Belange, die die Rechte der Opfer und Zeugen betreffen, fallen ins Ressort der Opferschutzbeauftragten ebenso die Einsicht in Verfahrensabläufe, der Aufschluss zur Transparenz polizeilichen Handelns.
Die Trierer Polizistin Jennifer Schmidt ist seit 21 Jahren im Dienst. Nach einem parallelen Aufbaustudium war sie bei der Bereitschaftspolizei, im Kriminaldienst und bei der Polizeiwache in Trier. Als sie als Kind Zeugin eines Polizeieinsatzes wurde, war ihr Berufswunsch schon damals klar. "Ich war irgendwie total fasziniert und daran hat sich bis heute nichts geändert." hek
Die Opferschutzbeauftragte Jennifer Schmidt ist beim Polizeipräsidium Trier zu erreichen unter der Telefonnummer 0651/9779-1255 oder per E-Mail:
opferschutz.pptrier@polizei.rlp.de