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Die Pfarrkirche in Thomm hat eine neue Barbara-Statue

Kirche : Pfarrkirche Thomm hat eine neue Barbara-Statue

Pünktlich zum Fest der Heiligen ist die geschmückte und beleuchtete Figur durch Pastor Ralf-Matthias Willmes eingeweiht worden.

   Die Pfarrkirche in Thomm ist und war schon immer dem Heiligen Paulus und der Heiligen Barbara geweiht. Im Bestand und Lagerbuch der Kirche von Thomm werden bereits 1831 diese beiden Figuren genannt, es sollen zwei alte Holzfiguren aus der Barockzeit gewesen sein. Die Idee zu einer neuen Figur hatte der Heimat- und Verkehrsverein bei den Vorbereitungen zum 50-jährigen Bestehen der Kirche im Jahr 2015. Die passende Barbarastatue aus Terrakotta wurde von Michael Stolz bei Antiquitätenhändler Hans Jörg Kottmeier in Trier entdeckt.  Die 120 Jahre alte und 1,50 Meter hohe Figur war noch bestens erhalten und sah der alten Barbarafigur sehr ähnlich, die bis 1945 in der alten Pfarrkirche gestanden hat. Wurden doch beide um 1900 vom gleichen Händler Carl Walter aus Trier hergestellt.

Finanziert wurde die 2000 Euro teure Statue von vielen Privat­spendern, der Bergmannskapelle Thomm, dem Jugendclub Thomm und vom Heimat- und Verkehrsverein. In Judith Höllen aus Osburg fand man eine Restauratorin, die mit Liebe die Statue in vielen Arbeitsstunden kostenlos restaurierte und zu einem Schmuckstück hat werden lassen.

Der Kelch, den die Heilige in der rechten Hand hält, symbolisiert die Sterbekommunion und kennzeichnet sie so als Sterbepatronin. Der Palmzweig in der linken Hand steht dafür, dass sie  wegen ihres Glaubens verfolgt und getötet wurde. Zu ihren Füßen der dreifenstrige Turm, das bedeutendste Bestimmungsmerkmal der Heiligen Barbara als das Symbol jeglicher Gefangenschaft. Er vereinigt zeichenhaft die drei Bauwerke, die im Leben der Heiligen eine Rolle gespielt haben: den Wohnturm, in dem Barbara von ihrem Vater eingeschlossen worden war, das Badhaus, in das Barbara drei Fenster als Zeichen ihrer Verehrung der Heiligen Dreifaltigkeit hatte einbauen lassen, und das Gefängnis, in dem das Mädchen sein Martyrium erleiden musste.

Als nächstes soll die Figur noch auf einem angemessenen Schiefersockel an der Altarwand befestigt werden. Dies wird voraussichtlich im Januar erfolgen.

Der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, wird in Thomm eine besondere Bedeutung beigemessen. Damit soll die jahrhundertealte Bergbautradition weiter gefördert und lebendig erhalten werden.