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Die Porta fürs Portemonnaie - Zwei-Euro-Gedenkmünze mit Triers Wahrzeichen ab Freitag zu haben

Die Porta fürs Portemonnaie - Zwei-Euro-Gedenkmünze mit Triers Wahrzeichen ab Freitag zu haben

Zehneinhalb Jahre nach der ersten Ankündigung ist es soweit: Am Freitag, 3. Februar, erscheint die 2-Euro-Gedenkmünze mit der Porta Nigra als Motiv - als reguläres Zahlungsmittel und in einer Auflage von 30 Millionen Exemplaren.

Trier. Es war in der Ausgabe vom 25. Juli 2006, als der TV ein noch in weiter Ferne stehendes Ereignis ankündigte: 2017 werde es Zwei-Euro-Gedenkmünzen mit Porta-Nigra-Motiv geben. Die Freude war schon damals groß. Oberbürgermeister Helmut Schröer schrieb an den damaligen Trierer SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Diller, als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium mitverantwortlich fürs deutsche Münzprogramm, es sei "eine großartige Sache, wenn Triers Wahrzeichen in die ganze Welt getragen" werde.
Das wird es ab kommendem Freitag. Dann erscheint das Zwei-Euro-Geldstück mit der Porta als Motiv in einer Auflage von 30 Millionen Exemplaren, hergestellt in allen fünf deutschen Prägestätten und versehen mit deren Zeichen: A (Staatliche Münze Berlin), D (Bayerisches Hauptmünzamt), F (Staatliche Münze Stuttgart), G (Staatliche Münze Karlsruhe) und J (Hamburgische Münze). Unbezahlbare Werbung für Deutschlands älteste Stadt!Zehn Jahre Vorlauf


Der mehr als zehnjährige Vorlauf erklärt sich so: Auf Beschluss der Bundesregierung erschien 2006 die erste deutsche Zwei-Euro-"Umlaufmünze mit Gedenkcharakter", kurz: Gedenkmünze. Motiv: das Holstentor in Lübeck (Schleswig-Holstein). Die Idee: Jedes der 16 Bundesländer sollte in den Folgejahren mit einer solchen Gedenkmünze bedacht werden und durfte ein prägendes Bauwerk als Motiv bestimmen.
Rheinland-Pfalz entschied sich für die Porta Nigra, das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Das jeweilige Erscheinungsjahr war ebenfalls von langer Hand festgelegt. Es lehnt sich an die Reihenfolge der Präsidentschaft des eines Bundeslandes im Bundesrat an. Turnusgemäß hat seit 1. November 2016 die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer für ein Jahr das Präsidentenamt der Länderkammer inne. Mithin kommt der in Trier wohnenden Bundesratspräsidentin eine besondere Ehre zu: Am 10. Februar überreicht ihr Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin feierlich die Porta-Münze. Zu dem symbolischen Akt reist dann auch gleich der komplette Stadtvorstand (OB Wolfram Leibe, Bürgermeisterin Angelika Birk und Baudezernent Andreas Ludwig) in die Hauptstadt.
Und wie kommt der Normalverbraucher an die Porta fürs Portemonnaie?
Antwort: Am schnellsten bei seiner eigenen Bank oder Sparkasse. "Die Zwei-Euro-Gedenkmünzen sind formal normale Umlaufmünzen, die generell bei allen im Verteilerschlüssel der Bundesbank befindlichen Banken, Sparkassen und sonstigen Ausgabestellen erhältlich sind. Über diesen Weg gelangen die Münzen ganz normal in Umlauf", erläutert Helga Etienne von der Sparkasse Trier. Dies gilt auch für ihr Haus: "Sobald die Münzen von der Deutschen Bundesbank an uns ausgeliefert wurden, sind sie in jeder Filiale erhältlich - natürlich nur, solange der Vorrat reicht."
Wer mehr als nur ein Souvenir möchte, hat zudem die Möglichkeit, die Porta-Münze etwa im Set (Prägungen aus allen fünf deutschen Prägestätten in Stempel- oder Spiegelglanz-Qualität) zu erwerben. Informationen dazu gibt es bei der offiziellen Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland (Infos unter www.deutsche-sammlermuenzen.de )
Die mehr als 1800 Jahre alte Porta Nigra befindet sich in der Zwei-Euro-Gedenkmünzen-Reihe in guter Gesellschaft. Im vergangenen Jahr war der Dresdner Zwinger (Sachsen) das Motiv, 2018 wird es das Schloss Charlottenburg (Berlin) sein.Extra

 Heinz Wenz.
Heinz Wenz. Foto: roland morgen (rm.) ("TV-Upload morgen"
Die Porta fürs Portemonnaie - Zwei-Euro-Gedenkmünze mit Triers Wahrzeichen ab Freitag zu haben
Foto: roland morgen (rm.) ("TV-Upload morgen"

Die Porta Nigra gibt es in den kommenden Tagen auch als Stempelmotiv. Darauf macht Heinz Wenz aus Trier-Biewer, Vorsitzender der Deutschen Philatelistischen Jugend, aufmerksam. Besondere numismatische Ereignisse wie die bevorstehende weltweit größte Münzmesse World Money Fair (3. bis 5. Februar in Berlin) werden auch philatelistisch dokumentiert. Zur World Money Fair legt die Deutsche Post einen Hand-Werbestempel mit Porta-Nigra-Motiv (TV-Foto: Roland Morgen) auf. Anlass ist die Herausgabe der Zwei-Euro-Gedenkmünze, die ebenfalls von Triers Römertor geziert wird. Wer einen solchen Werbestempel haben möchte, schickt bis 28. Februar einen frankierten Rückumschlag an die Deutsche Post AG, Niederlassung Brief Berlin 1, Sonderstempelstelle, 11508 Berlin. Stichwort: Stempel-Nr. 01/002. Außerdem legt die Deutsche Post zur Ausgabe der Gedenkmünze einen Gedenkbrief auf. Er besteht aus einem bankfrischen Exemplar der Porta-Münze, zwei Ein-Euro-Dauermarken "Porta Nigra" von 2002 mit Sonderstempel zur offiziellen Ausgabe. Infos: philatelie.deutschepost.de/Muenzen/Muenzen-Deutschland/2-Gedenkmuenzen/ rm.