Die Ruhe nach dem Sturm

Gut vier Monate liegt der Führungswechsel der City-Initiative zurück. Das Versprochene ist eingetreten, das Befürchtete nicht. Die neue Führungsmannschaft um Karin Kaltenkirchen leistet erfolgreiche Arbeit und erntet viel Lob von jemandem, der weiß, was Sache ist: Wirtschaftsdezernentin Christiane Horsch.

Die Annahme, der alte Vorstand (Vorsitzender Hans-Peter Schlechtriemen war kurzfristig zurückgetreten, die meisten anderen zogen ihre Kandidaturen am Wahlabend zurück) und die Nachfolger würden sich als unversöhnliche Lager gegenüberstehen, hat sich nicht bewahrheitet. Die Ex-Führungsriege hält sich völlig bedeckt; die neue vermeidet es, in der Öffentlichkeit den Blick kritisch nach hinten zu richten. Angesichts der bevorstehenden großen Aufgaben eine kluge Einstellung: Lieber auf das Wesentliche konzentrieren, statt nervige Reibungsverluste zu provozieren. Theoretisches Animositäten-Potenzial gibt es in beiden Lagern reichlich. Doch die für Triers Image als Einkaufsstadt eminent wichtige (ehrenamtliche) Arbeit in der City-Initiative bietet nur begrenzt Platz für Animositäten-Pflege, persönliche Eitelkeiten und Ego-Trips. Sollte noch irgendwie ein Kriegsbeil offen herumliegen: Es ist Zeit, es zu begraben. r.morgen@volksfreund.de