Die schwarze Null geschafft

Erstmals seit Jahren schließt der Verwaltungshaushalt der Ortsgemeinde Riol für das Haushaltsjahr 2008 wieder ausgeglichen ab. Trotz laufender Großprojekte.

Riol. Mit einem Haushaltsvolumen von rund 795 000 Euro in Einnahmen und Ausgaben erlangt Riol erstmals nach Jahren der Fehlbeträge den Ausgleich. Diese Verbesserung sei im Wesentlichen auf die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegene Steuerkraft, die Erhöhung der Schwellenwerte zur Ermittlung der Schlüsselzuweisungen und nicht zuletzt auf die Tatsache, dass keine Fehlbeträge aus Vorjahren abzudecken seien, zurückzuführen, sagte Ortsbürgermeister Arnold Schmitt. Spardisziplin hatte oberste Priorität

Alois Porten von der Verbandsgemeinde-Verwaltung erläuterte den Plan, "bei dessen Aufstellung Spardisziplin oberste Priorität hatte": Die Steuerkraft pro Einwohner ist von annähernd 340 Euro im Vorjahr auf rund 360 Euro im Haushaltsjahr 2008 gestiegen. Die Ausgaben von etwa 42 300 Euro liegen unter dem Ansatz des Vorjahres. Die Grundsteuer A wurde mit 13 300 Euro veranschlagt. Bei der Grundsteuer B werden 57 000 Euro erwartet. Porten: "Die Planansätze bewegen sich damit auf dem Niveau des Vorjahres." Im Bereich der Gewerbesteuereinnahmen hält der Aufwärtstrend an. "Für dieses Jahr kann mit einer weiteren Steigerung von rund 5000 Euro und einem damit verbundenen Gesamtaufkommen von 41 000 Euro gerechnet werden", erläuterte Porten. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer ist bei circa 300 000 Euro anzusetzen.Die Schlüsselzuweisung des Landes wird für 2008 voraussichtlich etwa um die 210 000 Euro betragen. Porten: "Da der Schwellenwert gegenüber dem Vorjahr nochmals merklich angehoben wurde, erhält die Gemeinde trotz gestiegener Steuerkraft wahrscheinlich rund 3200 Euro mehr an Schlüsselzuweisungen." Auf der Abgabenseite bleibt der Hebesatz für die Kreisumlage bei 36 Prozent unverändert. Riols Steuerkraft ist gestiegen

Hier schlägt sich Riols gestiegene Steuerkraft nieder, eine Steigerung der Kreisumlage von 9200 Euro wird erwartet. Auf der anderen Seite sinkt die Verbandsgemeindeumlage erneut, von 28 auf 27 Prozent. Die Folge: Riol spart 6000 Euro. Zusätzlich muss der Moselort eine "Sonderzulage Grundschule" von 4,68 Prozent (0,13 Prozent weniger als im Vorjahr) entrichten. Der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von rund 1 002 200 Euro. An Zins- und Tilgungsleistungen müssen in diesem Jahr insgesamt rund 71 500 Euro aufgebracht werden.Porten: "Der Schuldenstand entspricht einer Pro-Kopf-Belastung von rund 760 Euro." Die Sprecher aller Fraktionen werteten die ausgeglichene Haushaltslage als Zeichen für gute Entscheidungen, die der Rat getroffen habe. Schmitt betonte: "Die Gemeinde steht zu ihren Großprojekten Freizeitsee, Baugebiet und der Sanierung einiger Straßen. Sie unterstützt sie, aber die Durchführung wird Investoren überlassen und so belasten sie den Gemeindehaushalt nicht."

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