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Die Schweicher Schule bleibt eine Baustelle

Die Schweicher Schule bleibt eine Baustelle

Immer mehr Schüler benötigen immer mehr Platz. Deshalb soll bis zum Beginn des Schuljahrs 2015/16 der zweite Bauabschnitt des Stefan-Andres-Gymnasiums fertig werden. Der erste Abschnitt soll ab kommender Woche wieder für den Unterricht genutzt werden können.

Schweich. Von wegen sommerliche Ruhe. Im Schweicher Schulzentrum wird sowohl im ersten als auch im zweiten Bauabschnitt des Stefan-Andres-Gymnasiums gebaut. Und auch bei der benachbarten Realschule plus gibt es Neuerungen. Dort startet die Fachoberschule.

Sanierungsbedürftiger Neubauteil: Knapp ein Jahr ist es her, dass Wasser aus der Lüftungsanlage ausgetreten war und sich in den beiden Geschossen des erst kurze Zeit genutzten Gebäudes verteilt hatte. Die Folge: Die Schüler mussten umziehen, Räume mussten getrocknet und saniert werden (der TV berichtete). Später fand dann wieder Unterricht statt. Doch aufgrund von gesundheitlichen Problemen bei Schülern und Lehrern wurde das Gebäude erneut gesperrt. Bei einer Baustellen-Besichtigung hat nun Landrat Günther Schartz bekräftigt: "Ab kommender Woche kann wieder Unterricht in den Räumen stattfinden." Diese sind noch einmal gereinigt und desinfiziert worden. Eine Untersuchung der Raumluft hat gezeigt, dass, keine Belastungen nachweisbar sind.
Offen ist hingegen weiter die Frage, wer für die Schäden aufkommen muss. Laut Schartz liegt inzwischen ein Gutachten vor, in dem mögliche Ursachen für den Wasserschaden genannt werden. Mehr will er aufgrund des schwebenden Verfahrens nicht sagen. Auch zur genauen Schadenshöhe äußert sich der Landrat nicht.

Im Bau befindlicher Neubauteil: Während ab Montag wieder Schüler die Räume im ersten Bauabschnitt des Erweiterungsbaus des Gymnasiums bevölkern werden, bleibt der zweite Abschnitt vorerst fest in der Hand der Bauarbeiter. Die sollen bis zum Beginn des Schuljahres 2015/16 abziehen. Für rund 5,5 Millionen Euro sollen bis dahin 14 Klassenräume sowie eine Bibliothek entstehen. Ulrike Stein von der Kreisverwaltung Trier-Saarburg sagt: "Die Arbeiten liegen im Zeitplan." Derzeit werde das Dach abgedichtet. Ziel sei, dass im Herbst mit dem Innenausbau begonnen werden kann.
Notwendig ist diese Gebäudeerweiterung, da das Stefan-Andres-Gymnasium wächst und wächst. 2009 startete die Schule mit den ersten fünften Klassen. 2015 gibt es erstmals Oberstufenschüler. Knapp 1350 Kinder und Jugendliche werden derzeit in Realschule plus und Gymnasium unterrichtet. Ein Teil davon wohnt in Trier. Landrat Schartz: "Wir sind bereit, noch mehr Schüler aus der Stadt in Schweich sowie in Waldrach und in Konz aufzunehmen." Doch das Schweicher Gymnasium musste Trierer Interessenten abweisen, weil die Schulaufsicht nicht mitspielte. "Das ist ein unbefriedigender Zustand", sagt der Landrat.
Neues Schulangebot: Zufrieden sind alle Beteiligten hingegen mit der Tatsache, dass die Fachoberschule (Fos) an der Realschule plus an den Start gegangen ist. Nach Auskunft von Rektor Jürgen Nisius hat bereits am 1. August eine Praktikumsphase begonnen. "Am 11. September beginnt der Unterricht in der Schule." 16 Jugendliche der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung sowie 19 Schüler der Fachrichtung Gesundheit und Soziales wollen in den kommenden beiden Jahren die Fos absolvieren, an deren Ende die Berechtigung zum Studium an Fachhochschulen steht.Extra

Eine weitere Station der Schultour war Hermeskeil. Insbesondere die dortige Integrierte Gesamtschule (IGS) wird auch von vielen Schülern aus den Höhengemeinden der Verbandsgemeinde Ruwer besucht. Wegen des PCB-Schadstoffproblems und der Umwandlung der früheren Haupt- und Realschule in eine IGS, wurden die Gebäude seit 2009 aufwendig saniert und umgebaut. Diese Arbeiten haben insgesamt 15 Millionen Euro gekostet und sind inzwischen abgeschlossen. Ab Montag kommt auf die IGS eine neue Aufgabe hinzu. Das Land hat die IGS als Schwerpunktschule für Inklusion ausgewiesen. Im neuen Schuljahr werden dort Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam lernen. Zunächst kommen drei Förderkinder an die IGS. In die Ausstattung der Hermeskeiler Berufsschule und den Kauf von zwei Maschinen für die Werkstatt investiert der Kreis 57 000 Euro. ax