Die Segelabteilung des Post-Sport-Vereins Trier feiert ihr 50-jähriges Bestehen.

Jubiläum : Immer noch Wind in den Segeln

Die Segelabteilung des Post-Sport-Vereins Trier feiert am Samstag ab 14 Uhr ihr 50-jähriges Bestehen im Yachthafen Trier-Monaise. Zum Jubiläum gibt es viele Mitmachangebote auf dem Wasser.

Zuerst entschieden sich private Segler Mitte der 60er Jahre, den Oberstau der Mosel in der Nähe des Schlosses Monaise in Trier wegen seiner Untiefen für ihr Hobby zu nutzen. Das ist an der Mosel etwas Besonderes, denn nicht überall lässt sich so gut segeln wie am Oberstau.

Nach dem Bau des Yachthafens Trier-Monaise 1967 wurde darin 1969 ein Sportboothafen ergänzt. Damit begann die Geschichte der Segelabteilung des Post-Sport-Vereins. War der Segelverein zuerst nur Mitbenutzer des Hafens, wurde ihm 1970 die Hafenverwaltung von der Stadt Trier übertragen. Diese übt die Segelabteilung seitdem ehrenamtlich aus. Das sei eine „Win-win-Situation“ für Stadt und Verein, erklärt die Vorsitzende der Segelabteilung, Patricia Erbeldinger. Für die Stadt blieben die Kosten durch die ehrenamtliche Struktur gering, und die Segler können den Hafen frei nutzen. Damit sei der Hafen der einzige in Rheinland-Pfalz, der ehrenamtlich geführt wird. 115 Wasserliegeplätze und 35 Landliegeplätze umfasst der Hafen heute. Diese fallen damit ins Verantwortungsgebiet der Segelabteilung des PST.

Besonders prägend für die Entwicklung der Segelabteilung sei außerdem die 1990 entstandene Kooperation mit dem Hochschulsport der Universität und der Hochschule Trier gewesen, betont Erbeldinger. Durch die Zusammenarbeit mit den Studenten, die im Verein das Segeln lernten, sei man zur Ausbildungsstätte geworden. Universität und Hochschule haben sich zwar mittlerweile aus der Kooperation zurückgezogen, doch die Segelschule ist geblieben.

Momentan bildet die Segelabteilung des PST jedes Jahr 30 bis 40 Menschen aller Altersgruppen zu Inhabern von Segelscheinen aus. Ein Segelboot darf man zwar erst ab 18 Jahren selbst lenken, doch für die Nachwuchssegler bietet die Abteilung einen sogenannten Jüngstenschein an. „Wer auf der Mosel segeln gelernt hat, kann überall segeln“, beschreibt Erbeldinger die Besonderheiten des Flusses. Die Mosel sei ein sehr schmales „Revier“ , in dem man auf engstem Raum manövrieren lerne.

Auch der Wettbewerb kommt in der Segelabteilung des PST nicht zu kurz. Unter anderem wird seit 2010 jedes Jahr im September die Monas-Ranglistenregatta ausgerichtet. Durch solche Ranglistenregatten können sich Teilnehmer für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren.

Mittlerweile zählt die Segelabteilung 400 Mitglieder, von denen 146 ihr eigenes Boot im Trier-Monaiser Hafen liegen haben. Viele der Mitglieder kommen aus der Region, aber auch aus dem Saarland oder Luxemburg. Die 146 Bootsbesitzer pflegen als Gegenleistung zehn Stunden in der Saison von April bis Oktober den Hafen. „Vom Arbeitslosen bis zum Professor ist jeder bei uns wilkommen, wir sind eine Solidaritätsgemeinschaft“, charakterisiert Erbeldinger die Mitgliedervielfalt der Segelabteilung des PST, die so gar nicht in die übliche Klischeeschublade passen möchte, in die Yachthäfen gerne gesteckt werden.

Offenheit ist auch das Motto der Jubiläumsfeier am Samstag, 24. August. Die Abteilung begeht ihr Jubiläum nicht im privaten Rahmen, sondern lädt alle Interessierten zum Mitfeiern ein. Die Besucher erwartet dabei ein umfangreiches Programm im Yachthafen Trier-Monaise. Zum Beginn um 14 Uhr richten Patricia Erbeldinger, Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe sowie PST-Präsident Thomas Lorenz einige Worte an die Besucher. Die Showtanzgruppe Rainbow Konz tritt auf.

Wer Wasserski oder Wakeboard ausprobieren will, kann das zwischen 15.30 und 20 Uhr tun. Zum Gruppenerlebnis wird das Drachenbootfahren mit maximal 18 Paddlern und einem Trommler. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) führt eine Kenterübung vor. Besucher können das Boot der Wasserschutzpolizei besichtigen und natürlich auch selbst ausprobieren, wie Segeln funktioniert.

Sportlicher Wettkampf: Impression von der Regatta 2014. Foto: Segelabteilung des PST/Martin Hammen

Ab 17 Uhr unterhält die Band Kuss’n Groove, ab 20 Uhr spielen The Hat Boys.

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