Die Situation ist schlimm

Zum Bericht "Verein sucht Pflegestellen für ausländische Hunde" (TV vom 11. Dezember) und Leserbrief "Hilfe zur Selbsthilfe leisten" von Liane Ackermann (TV vom 23. Dezember):

Leider fallen auch immer wieder einige der in Deutschland gezüchteten Hunde dem Tierschutz zu. Auch bei diesen armen Hunden trägt der Verein Tierwald dazu bei, dass sie ein neues, gutes Zuhause finden können. Gemessen an dem großen Leid der Tiere im Ausland, ob im Süden oder Osten, ist ein Tier in einem deutschen Tierheim wie in einem Fünf-Sterne-Hotel untergebracht.

Vielleicht sollte Frau Ackermann mal einen Hilfs- oder Rettungstransport begleiten, um hautnah zu sehen, wie schlimm dort die Situation für die Tiere ist. Sie verhungern, erfrieren, werden oftmals auf das Übelste misshandelt. Sie werden nicht tierärztlich versorgt, wobei der Tod dann die Erlösung bringt.

Tierschützer, die an der Front arbeiten, sind großen psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt. Sie sind fassungslos und oftmals hilflos in dieser Situation und fühlen sich manchmal auch alleingelassen.

Es ist eine sinnvolle und gute Idee von Frau Ackermann, durch Spenden vor Ort Tierheime zu bauen und Aufklärung zu betreiben. Auch müssen vor Ort die Tiere kastriert werden, und die Versorgung muss sichergestellt sein. Leider interessieren sich die Politiker und die einheimischen Bürger im Allgemeinen nicht für das Leid unserer Mitgeschöpfe, so dass Tierschützer alleine da stehen.

Die Chancen zur Vermittlung sind für die Tiere vor Ort gleich null. Wenn wir die Einstellung der Menschen zu Tieren in diesen Ländern ändern könnten, wäre für die Tiere schon sehr viel erreicht.

Großes Lob und Anerkennung für unsere junge Tierschutzkollegin Kathi Krebs aus Trier vom Verein Tierwald. Für ihren überaus großen Einsatz in Ungarn und Kroatien, den sie für unsere hilflosen und geschundenen Mitgeschöpfe erbringt.

Unsere beiden lieben Hündinnen, die wir vor genau sieben Jahren aus Ungarn retten konnten, waren in einem äußerst erbärmlichen Zustand. Sie wären mit Sicherheit erfroren, verhungert oder totgeschlagen worden.

Brigitte und Eckart Wedler, Gusterath

TIERSCHUTZ

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