Die Stadt will mitreden

Die Zukunft der französischen Garnison wird heute Abend auch den Stadtrat Saarburg beschäftigen. Das Gremium wird über die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den gesamten Kasernenbereich abstimmen. Damit will sich die Stadt frühzeitig ein Mitsprache-Recht sichern, sollten die Franzosen tatsächlich den Standort verlassen.

Saarburg. (sw) Während sich die deutsche Fußball-Elf heute Abend auf dem Rasen mit den Portugiesen auseinandersetzen muss, widmet sich der Saarburger Stadtrat ab 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses einmal mehr den Franzosen. Auch wenn die definitive Entscheidung zur Standortfrage noch nicht gefallen beziehungsweise offiziell verkündet worden ist, bereitet sich die Stadt auf den Fall des Abzuges der Garnison vor. "Wir setzen uns nach wie vor dafür ein, dass die Garnison in Saarburg bleibt", erklärt Stadtbürgermeister Jürgen Dixius auf TV-Nachfrage. "Gleichzeitig wollen wir aber dafür sorgen, dass wir einen Fuß in die Tür bekommen und uns im Interesse der Stadt jegliche Möglichkeit der Gestaltung offen halten, sollten die Franzosen tatsächlich gehen."Aus diesem Grund hat der Stadtbürgermeister bereits vor zwei Monaten den Punkt "Bauleitplanung französische Garnison Saarburg; Beschlussfassung zur Aufstellung eines Bebauungsplanes" auf die Tagesordnung gesetzt. "Wir wollen das komplette Gebiet der Liegenschaft abgrenzen mit dem Ziel einer Veränderungssperre", erläutert Dixius. Das Gebiet, das sind 42 Hektar, die von der Königstraße bis zur Irscher Straße reichen. Die Gebäude sind in Besitz des Bundes. Wie es sowohl mit den Flächen als auch mit den darauf stehenden Gebäuden weitergeht, sei Verhandlungssache, so Dixius.In jedem Fall sichere der Schritt, den der Rat nach Einschätzung Dixius' heute mehrheitlich auf den Weg bringen wird, die Option, dass eine Nutzungsänderung des Kasernenbereiches nicht ohne die Zustimmung der Stadt läuft.