Die Stadt zieht an den Fluss

Altes Denkmal in neuem Glanz: Die Stadt Trier hat in einem Wettbewerb nach Ideen für die Umgestaltung der Römerbrücke und ihrer Umgebung gesucht. Der TV stellt in einer Serie die vier prämierten Entwürfe der Architekten vor.

Trier. Das Geld zur Finanzierung einer Stadt am Fluss fehlt zwar, doch Ideen kosten (fast) nichts. Im Rahmen des Investitionsprogramms nationale Unesco-Welterbestätten hat die Stadt Trier einen Wettbewerb ausgerichtet, um Entwürfe für eine "Neuinszenierung" der Römerbrücke und angrenzende Bereiche des Moselufers zu sammeln; die Stadt muss nur zehn Prozent der Kosten des Projekts selbst tragen (der TV berichtete).
62 Architekturbüros aus sieben Ländern haben sich beworben, 24 Teilnehmer wurden für den Entscheid ausgewählt. Letztendlich hat die Stadt vier Preise für Entwürfe vergeben, die in Zukunft als Planungsgrundlage dienen sollen. Der TV stellt in einer Serie die vier mit einem Geldpreis dotieren Konzepte vor. Zum Auftakt gibt es den Siegerentwurf der Landschaftsarchitekten Lohrer.Hochrein aus München.

Wasser erlebbar machen


Das Konzept verfolgt die Grundidee, dass sich Trier wieder mehr der Mosel zuwendet - die Stadt zieht an den Fluss. Dort wird den Bürgern ausreichend Raum zum Flanieren und Verweilen zur Verfügung gestellt. Große Terrassen an beiden Seiten des Moselufers in direkter Nähe zur Römerbrücke sollen Alternativen zu den vorhandenen Plätzen in der Innenstadt bieten. Mittelpunkt der Terrasse am östlichen Ufer, die zwischen Krahnenstraße und Kaiserstraße liegen soll, ist ein gläsernes Café.
Damit die neue Fläche auch ausgiebig von Trierern und Gästen genutzt wird, soll der Uferbereich aus Richtung Stadt durch ein Netz von Straßen und Zugängen einfach und barrierefrei erreichbar sein. Das Wasser wird nach Vorstellungen der Planer durch das Freizeitangebot und dem zur Verfügung stehenden Raum erlebbar gemacht.
Alle Entwürfe des Wettbewerbs sind bis noch bis Sonntag, 13. Januar, in den Thermen am Viehmarkt ausgestellt.
Öffnungszeiten sind täglich
von 9 bis 17 Uhr.

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