Die Stadtwerke ziehen um, die Handwerkskammer zieht ein
Trier · In Trier-Nord beziehungsweise Trier-Kürenz entstehen in den kommenden Jahren zwei große Projekte der Handwerkskammer (HWK) Trier und der Stadtwerke Trier (SWT). Ein neues Berufsbildungs- und Technologiezentrum der HWK und der neue SWT-Energie- und Technikpark werden in unmittelbarer Nachbarschaft angesiedelt. Im Zuge der Baumaßnahmen der HWK kooperieren die beiden Parteien.
Trier. Blickt man im fünften Stock aus dem Gebäude der Handwerkskammer in Richtung Grüneberg, hat man einen guten Überblick über den Gebäudekomplex, in dem in naher Zukunft der neue Energie- und Technikpark (ETP) der Stadtwerke Trier entstehen soll (der TV berichtete). In unmittelbarer Nachbarschaft, in der Loebstraße, soll ebenfalls bis 2019 ein neues Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Trier entstehen.
Diese räumliche Nähe und die Standortvorteile wollen die beiden Parteien nutzen und in Zukunft noch umfangreicher zusammenarbeiten. Nach ersten Ausbildungskooperationen im Sanitär-, Heizung- und Klima-Handwerk kommt es jetzt im Zuge der Baumaßnahmen zum nächsten Schritt in der Kooperation der beiden künftigen Nachbarn. Bis das neue Ausbildungszentrum fertiggestellt ist, sollen ab 2016 in einer Halle des zukünftigen ETP Aus- und Weiterbildungskurse der Maler und Lackierer, Fahrzeuglackierer, Raumausstatter sowie Berufsorientierungsmaßnahmen der HWK stattfinden.
Die Dimensionen verdeutlicht Manfred Bitter, Hauptgeschäftsführer der HWK: "Wir müssen in den nächsten Jahren circa 120 Lehrgänge mit insgesamt etwa 1300 Teilnehmern an alternativen Standorten unterbringen. Deshalb sind wir froh, eine der ETP-Hallen umrüsten zu können."
Am Donnerstag wurde es dann offiziell: In den Räumlichkeiten der Handwerkskammer wurde der Mietvertrag für die Halle - mit einer Laufzeit von dreieinhalb Jahren - von HWK-Hauptgeschäftsführer Manfred Bitter und SWT-Vorstand Olaf Horn feck unterschrieben. Hornfeck begrüßt die Kooperation: "Wir freuen uns, dass wir damit der HWK und der Stadt einen guten Dienst erweisen können." Die Ausbaumaßnahmen der Halle müssten zwar kurzfristig in Angriff genommen werden, allerdings könne die Infrastruktur so auch später weiter genutzt werden. Bitter sprach von einer "Win-Win-Situation für alle Beteiligten" und betonte die Bedeutung und die Perspektiven der handwerklichen Ausbildung: "Das Heil liegt nicht immer nur in Abitur und Studium."
Oberbürgermeister Wolfram Leibe war ebenfalls vor Ort und freute sich über die Zusammenarbeit von Stadt und Handwerk: "Die berufliche Ausbildung war noch nie so wichtig wie heute. Diese Zusammenarbeit ist ein Zeichen dafür, dass wir hier in Trier kooperieren."