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Die städtischen Vorgärten sollen leben

Die städtischen Vorgärten sollen leben

TRIER. (alf) Aufbauend auf dem Stadtmarketingkonzept "Zukunft Trier 2020" haben Verwaltung, Lokale Agenda 21 und Bürger der Stadt Trier damit begonnen, konkrete Projekte zur Belebung des Parks Nells Ländchen, des Alleenrings und des Mattheiser Waldes auszuarbeiten. Die Ergebnisse wurden im Bauausschuss vorgestellt.

"Das ist hervorragend gelaufen, ich bin erfreut über die Vielfalt der Ideen." Baudezernent Peter Dietze lobte die Art und Weise, wie Verwaltung und Bürger über ein Jahr lang gemeinsam Ideen zum Thema "Grün in der Stadt" entwickelt haben. Unter Federführung des Grünflächenamtes und der Lokalen Agenda 21 setzten sich drei Arbeitskreise mit Perspektiven für den Park Nells Ländchen, den Mattheiser Wald und den Alleenring auseinander. Ziel ist es, ein größeres Bewusstsein für Grünflächen in der Stadt zu schaffen, Einfluss auf politische Entscheidungen auszuüben und Mittel dafür einzufordern. Bei langen Laufzeiten seien ein langer Atem und eine hohe Motivation aller Beteiligten nötig, hatte Dietze schon bei der Auftaktveranstaltung im September 2004 angekündigt. Die hohe Motivation war bei der Präsentation vor dem städtischen Bauausschuss erkennbar. So tagte alleine der Arbeitskreis Alleenring zehn Mal und machte sich bei zwei Begehungen ein Bild davon, wie der "Vorgarten der Stadt" und "Identifikationsraum mit kulturellem Erbe" aufgewertet werden kann. Die (fehlende) Anbindung an den Bahnhof wurde ebenso bemängelt wie die mangelhafte Vernetzung des grünen Straßenrings mit der Innenstadt. Im Arbeitskreis "Mattheiser Wald" gab es ein hartes Ringen zwischen den Naturschützern und denjenigen, die sich ein Nutzungskonzept für Erholungssuchende wünschen. Fauna und Flora, so die Vereinbarung, sollen auch bei der Forderung nach einem Zugang aus Richtung Mattheiser Weiher oberste Priorität haben. Wanderwege sollen gut und komfortabel ausgebaut, andere Wege dagegen zurückgebaut oder unbegehbar gemacht werden. Für Kinder und Jugendliche sollen "Aktivräume" gestaltet werden, damit ein unkontrolliertes Spielen in dem teilweise noch mit Kampfmitteln belasteten Wald unterbleibt. Der Bund habe für Februar und März Untersuchungen auf einer zehn Hektar großen Fläche des Konversionsareals angekündigt, hieß es im Bauausschuss. Die mit dem Familienfest und dem "Pfad der Bäume" eingeschlagene Belebung des Park Nells Ländchen soll mit der Schaffung eines Kunstraums ("Pfad der Sinne"), einer eigenen Homepage und der Einführung eines Rosentages in Anlehnung an die ehemaligen Trierer Blumentage fortgesetzt werden. (Ausführliche Berichte zu den drei Projekten folgen).