Die Statue kommt - Größe von Karl Marx ist noch Verhandlungssache

Die Statue kommt - Größe von Karl Marx ist noch Verhandlungssache

Baudezernent Andreas Ludwig setzt auf Offenheit und Gesprächsbereitschaft.

Größe, Standort, technische Bedingungen, Kosten: Über diese Details der Karl-Marx-Statue, die China Trier schenken will, wird Baudezernent Andreas Ludwig am Montag, 27. März, mit der chinesischen Botschaft und dem Künstler Wu Weishan sprechen. "Ich denke, dass wir an diesem Tag alle offenen Fragen klären können", erklärte Ludwig am Montag dieser Woche bei einem Pressegespräch.

Dass Trier grundsätzlich die Karl-Marx-Statue als Geschenk von China annimmt, hatte der Stadtrat am 13. März beschlossen (der TV berichtete). Insbesondere wegen Größe und Standort sollte der Stadtvorstand allerdings noch einmal mit der Volksrepublik in den Dialog treten.
Ob und welche konkreten Vorschläge die Stadt bei diesen Gesprächen machen werde, dazu wollte Ludwig sich allerdings nicht äußern. "Es wäre schon sehr unhöflich, wenn ich vor den Gesprächen feste Positionen öffentlich verkünden würde."

Ob es bei der bisher avisierten Größe von 6,30 Metern und auch beim vorgesehenen Standort Simeonstift bleibt, werde allerdings definitiv Gegenstand der Verhandlungen sein. "Ich werde selbstverständlich im Auftrag des Stadtrates mögliche Alternativen mit den Chinesen ausloten. Sowohl die Vertreter des Konsulats als auch den Künstler habe ich offene Menschen kennengelernt, die verstehen, dass wir uns mit dem Thema ausführlich auseinandersetzen wollen", sagte Ludwig. Über das Ergebnis der Verhandlungen werde anschließend der Stadtrat unterrichtet, der dann in seiner Sitzung am 6. April über die Statue inklusive aller Details abstimmen soll.
Der Termin, an dem Bildhauer Wu Weishan dann noch einmal persönlich nach Trier kommen wird, stehe noch nicht fest, sagte Ludwig.