Die Trierer SPD hat eine neue Arbeitsgemeinschaft
Trier · Der SPD-Stadtverband Trier sowie der Kreisverband Trier-Saarburg haben eine neue Arbeitsgemeinschaft: Die Schwusos. Sie setzen sich innerhalb der Sozialdemokraten für die Rechte von homo- sowie heterosexuellen Menschen ein.
Trier. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" heißt es in Artikel 1 des Grundgesetzes - sprich Achtung für jeden Menschen, unabhängig von Geschlecht und sexueller Identität.
Es sollte selbstverständlich sein, ist es aber meistens nicht. Deshalb wurde innerhalb der SPD die Arbeitsgemeinschaft (AG) für lesbische, schwule, heterosexuelle Frauen und Männer sowie Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle (Schwusos) gegründet.
Völlige Gleichbehandlung
Sie fordern eine ernsthafte Auseinandersetzung um lesbische sowie schwule Politikthemen in der SPD. So wollen sie die Verankerung der Lesben und Schwulen in der SPD weiter ausbauen. In der Arbeitsgemeinschaft können alle mitmachen, die der SPD nahestehen: Egal ob homo- oder heterosexuell, ob trans- oder intersexuell.
Die AG steht für die völlige Gleichbehandlung sowie gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen. "Malu Dreyer und Katarina Barley sind nur zwei Menschen, die in der SPD glaubhaft und klar für eine soziale und rechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften und Lebensweisen eintreten", sagt Kevin Mangrich, stellvertretender Vorsitzender der AG. "Selbstverständlich unterstützen wir Dreyer und Barley wegen ihrer Haltung und starken Engagements zur Gleichstellung", erklärt sein Kollege Simon Ossadnik weiter. "Ein kleines, aber starkes Ländchen wie Luxemburg hat uns da längst gezeigt, wo es langgeht."
Die Flüchtlingssituation wird ein weiteres Thema sein, mit dem sich die Schwusos beschäftigen. "Flüchtlinge kommen nicht nur zu uns, weil sie politisch, wirtschaftlich oder aus religiösen Gründen in unerträgliche Lebenslagen gedrängt worden sind. Manche müssen flüchten, weil sie aufgrund ihrer Homosexualität in ihrer Heimat gequält und gefoltert werden und in akuter Lebensgefahr sind. Es ist an uns ihnen zu zeigen, dass sie in Deutschland sicher vor Verfolgung, Gewalt und Häme leben können", so der Vorsitzende Andreas Hück. red
Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Vorstands und ihren Beisitzenden Julia Speck, Sebastian Beck, Markus Bonaventura und Daniel Demler findet am Mittwoch, 6. Januar, im Schmit-Z statt.