Die Trierer Tafel klärt auf

Die Hilfsorganisation gibt Auskunft darüber, warum sie keine Lebensmittelspenden von Privatpersonen annehmen kann.

Trier (red) In der Adventszeit wenden sich viele Menschen an den Sozialdienst katholischer Frauen in Trier, der Träger der Trierer Tafel ist.
Die Menschen wollen laut dem Verein helfen und Gutes tun. So werden gerade in dieser Zeit Lebensmittelspenden angeboten, wie zum Beispiel die Reste von leckeren Büfetts von Weihnachtsfeiern oder einfach privat eingesammelte Lebensmittel. "Wir freuen uns sehr über die Hilfsbereitschaft , aber leider können wir Lebensmittel, die bereits geöffnet waren oder deren Herkunft nicht bekannt ist, an der Trierer Tafel nicht verwenden, da die Einhaltung der erforderlichen Hygienerichtlinien nicht eindeutig nachgewiesen werden kann", erläutert Regina Bergmann vom SkF. Das sei für Menschen, die Gutes tun möchten, oft nicht nachvollziehbar und enttäuschend.
"Diese Enttäuschung ist für uns nachvollziehbar, aber im Interesse der Menschen, die bei der Trierer Tafel Hilfe bekommen, muss auf diese Spenden verzichtet werden.
Bei der Tafel werden ausschließlich die Lebensmittel ausgegeben, die bei Supermärkten, Bäckereien und Metzgereien eingesammelt wurden und mit den eigenen Fahrzeugen, darunter auch ein Kühlfahrzeug, transportiert wurden." Die ehrenamtlichen Helfer prüfen und sortieren diese Lebensmittel mit viel Engagement, um dafür zu sorgen, dass nur einwandfreie Lebensmittel ausgegeben werden.
Bergmann: "Unser Ziel ist es, Menschen mit den eingesammelten Lebensmitteln in Notsituationen zu unterstützen. In Zusammenarbeit mit unseren Beratungsdiensten wird nach und nach den Menschen, die um Hilfe bei der Tafel bitten, ein Beratungsangebot unterbreitet."
Dies soll dazu helfen, ein unabhängiges Leben führen zu können und mit dem eigenen Geld die Lebensmittel im Supermarkt einzukaufen. Daher werden auch keine Lebensmittel zugekauft oder zugekaufte Lebensmittel angenommen.
Allerdings sei der SkF dringend auf Geldspenden angewiesen, um die erforderliche Sorgfalt im Umgang mit Lebensmitteln vorhalten zu können.
So wende der Verein jährlich rund 60 000 Euro auf, um die Lebensmitteltransportfahrzeuge, darunter auch ein Kühlfahrzeug, in Schuss zu halten, die Benzinkosten zu decken sowie die Miete für die Räumlichkeiten und die Reinigung der Ausgabestellen zu gewährleisten. Hinzu kämen hohe Stromkosten für Kühlmöglichkeiten.
Spendenkonto: Trierer Tafel
Sparkasse Trier
Iban: DE990 5855 0130 0000 9982 45
Kontakt: Sozialdienst katholischer Frauen Trier, Regina Bergmann oder Marianne Kerscher, Krahnenstraße 33-34.