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Die Trommelsprache verstehen alle: Wie Schüler aus Schweicher Schulen zusammenarbeiten

Die Trommelsprache verstehen alle: Wie Schüler aus Schweicher Schulen zusammenarbeiten

Bei den Tagen für Vielfalt und Toleranz in Schweich lernen sich Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, der Levana- und der Meulenwaldschule kennen und erleben, wie sich jeder mit seinen Stärken und Fähigkeiten in ein gemeinsames Projekt einbringt.

Schweich. "Wenn es wieder warm wird, ziehe ich mein T-Shirt an. Ich habe Fransen reingeschnitten und es bemalt. Es sieht toll aus!" Michelle Müller aus der Levana-Schule hat der Workshop "T-Shirt Upcycling" viel Spaß gemacht. Nach dem ersten Kennenlernen half man sich gegenseitig dabei, alte T-Shirts mit Farbe und Schere aufzupeppen. Emma Schindler vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium hatte schon in der gemeinsamen Kunst-AG mit Schülern der Levana-Schule zusammengearbeitet und traf bei den Projekttagen Bekannte wieder.

Sich gegenseitig mit allen Stärken und Schwächen kennenlernen und dann gemeinsam etwas erreichen, das war auch das Ziel der anderen Workshops bei den Schweicher Projekttagen. Dominic Benkert aus der Meulenwaldschule gefiel "Fair Play" sehr gut. "Wir haben gemeinsam einen Parcour ablaufen müssen. Wir haben viel gelacht, aber uns auch angestrengt und alles geschafft." Bei diesem Workshop sollte sich jeder seiner Eigenschaften und Fähigkeiten bewusst werden und diese dann in die Gruppe einbringen. Zusammen wurde auch ein Traumfänger gebastelt, der Wünsche für die Zukunft einfangen soll. Beim inklusiven Fußballturnier "Balance" zählten nicht nur die Tore. Die aus Schülern aller drei Schulen gemischten Mannschaften konnten auch gewinnen, wenn sie besonders fair gespielt hatten. Mit ihren Handys drehten die Teilnehmer bei den "Videoclips für Toleranz" Filme, in denen sie Ausgrenzung und Mobbing behandelten. "Andere Leute kennenlernen und gemeinsam klettern", darauf hatte sich Enrico Wollmann aus der Levana-Schule beim Projekt "Klettern" gefreut. Wenn man sich gegenseitig an einer Kletterwand sichert, muss man Vertrauen in den anderen und dessen Fähigkeiten haben. Die Teilnehmer des Workshops "Trommeln" übten drei verschiedene Stücke ein. Probleme gab es keine, denn die "Trommelsprache" verstanden alle.

Bei der Abschlussveranstaltung im Schweicher Bürgerzentrum sorgten die Teilnehmer des Projekts "Kochen rund um die Welt" mit 600 Häppchen nach internationalen Rezepten für das leibliche Wohl. Dirk Marmann vom Kinder- und Jugendbüro der Verbandsgemeinde präsentierte die Arbeit der Projektgruppen und dankte allen Beteiligten für die Organisation und Unterstützung.