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Die Türen stehen ihnen offen

Die Türen stehen ihnen offen

Es ist ein Gewinn für alle, für Kurs- und Projektleiter, die Schulleitung und nicht zuletzt für acht Schüler. Die 15- bis 17-jährigen Jugendlichen, die die Treverer-Schule, Schule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung, besuchen, haben in dem IHK-Projekt "Fit für das (Berufs-)Leben - Zukunft durch Leistung" einen großen Schritt nach vorne in ihre berufliche gemacht.

Trier. (cofi) "Wir waren sehr aufgeregt, denn wir hatten Sorgen, dass etwas schief geht." So beschreibt die Schülerin Magdalena Kronz, wie es ihr und ihren Mitschülern vor der Präsentation ihrer Persönlichkeitsplakate zunächst vor der Klasse und auch noch vor einer Jury in der Industrie- und Handelskammer (IHK), und wohl auch vor der Abschluss-Präsentation vor Eltern, Lehrern und Gästen in der IHK ging. "Aber alles ging gut." Und auf der Gewinn-Seite verbuchen Magdalena und ihre Mitschüler weit mehr als bloßes Erlernen von Fakten in Sachen Bewerbung. "Ich will Landschaftsgärtner werden", sagt Yannick Hau. Als Schülersprecher sei er zuverlässig und arbeite gewissenhaft, hat er in seine Bewerbung geschrieben. Und das hat überzeugt. "Am 18. Mai beginne ich ein Praktikum beim Bürgerservice."

In dem Projekt "Fit für das (Berufs-)Leben - Zukunft durch Leistung", das unter anderem auch in Kooperation mit mehreren anderen Trierer Schulen angeboten wird, ging es um die richtige Bewerbung, um die Berufswahl, das Verhalten beim Vorstellungsgespräch.

Stärken und Schwächen formulieren



Grundlage war das Erstellen eines Persönlichkeitsplakates. Über sich nachdenken, seine Stärken und Schwächen formulieren - das bereitete den Teilnehmern zwar Schwierigkeiten, die sie unter fachlicher Anleitung aber überwinden konnten. "Mir hat das viel gebracht. Ich bin viel selbstsicherer geworden", sagt Jonathan Britz.

"Wir alle sind sehr beeindruckt,was wir heute gehört und gesehen haben und was die Schüler gelernt haben", sagt Schulleiter Franz Josef Schwaller. Sich mit seinen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen, sei wichtig, weil man so auch lerne, damit umzugehen. "Was die Schüler in diesem Projekt gelernt haben, das haben sie auch für den Beruf und die Zukunft gelernt." Und nicht nur das. Hubert Weis von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier lobt die Türöffner-Funktion des Projektes. "Dadurch kann man transportieren, dass diese Jugendlichen trotz eines Handicaps leistungsfähig sind."

Junge Leute, die über sich hinausgewachsen seien und mit starkem Willen dabei waren, habe sie erlebt, sagt Caroline Thielen-Reffgen (IHK), die gemeinsam mit Tobias Heckmann die Schüler anleitete. "Neue Erfahrungen", "Selbstvertrauen" und nicht zuletzt "Spaß" - "wir würden das Projekt auf jeden Fall weiterempfehlen", lautet das Fazit der acht Schüler.