Die unbekannte Seite des Stefan Andres

Die unbekannte Seite des Stefan Andres

Manfred Moßmann stellt beeindruckende Forschungsarbeiten und Recherchen vor.

Schweich/Trier/zerf Auf Einladung der Stefan Andres-Gesellschaft (StAG) hat der aus Zerf (Kreis Trier-Saarburg) stammende und in der Nähe von Bremen tätige Gymnasiallehrer und Schriftsteller Manfred Moßmann im Niederprümer Hof in Schweich vergessene oder längst verschollen gelaubte Texte von Stefan Andres vorgestellt.
Moßmann, seit vielen Jahren unermüdlicher und äußerst erfolgreicher Rechercheur, ist es zu verdanken, dass viele aus der Feder von Stefan Andres stammende Kurzgeschichten, Anekdoten und Legenden wiederentdeckt worden sind. Manfred Moßmann berichtete vor einem großen und sachverständigen Publikum über seine Bemühungen und mit Akribie betriebenen Andres-Forschungen, die das ohnehin umfangreiche Gesamtwerk des Schriftstellers noch erheblich erweitern.
Aufschlussreich und vor allem auch aus historischer Sicht wertvoll sind die von ihm "ausgegrabenen" Andres-Artikel in großen deutschen Presseorganen wie der Frankfurter Zeitung, den Münchner Neuesten Nachrichten oder der Kölnischen Zeitung in den Jahren der strengen NS-Zensur (1933 bis 1945).
Mit einer "verdeckten Schreibweise" hat Stefan Andres in dieser für ihn persönlich und seine Familie gefährlichen Zeit auch in der sogenannten inneren Emigration mit großer Klugheit so viele Beiträge in den führenden Zeitungen veröffentlicht wie kein anderer deutscher Schriftsteller.
Manfred Moßmann, dessen umfangreiche Andres-Arbeiten von StAG-Präsident Wolfgang Keil in feiner Analytik gewürdigt wurden, trug stellvertretend für die vielen weithin noch nicht bekannten Texte des Schriftstellers die moselländische Kurzgeschichte "Die Zigarren" vor, die er auch in seinem lesenswerten Buch "Süße Oliven in Salzwasser/Der unbekannte Stefan Andres" veröffentlicht hat.

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