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Die Wahrheit über die Ritterromantik

Die Wahrheit über die Ritterromantik

Zum Thema "Der Traum von Heldentum und Liebe: Ritterromantik in der Bilderhandschrift von Kaiser Heinrichs Romfahrt und in der Manessischen Liederhandschrift" spricht Prof. Wolfgang Schmid (Universität Trier) am Dienstag, 15. November, um 19 Uhr im historischen Lesesaal der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier.


Zum Hintergrund: Zwischen 1300 und 1350 entstanden im Rheinland zwei Meisterwerke mittelalterlicher Buchmalerei. Am Mittelrhein - in Trier oder Koblenz - wurde die Bilderhandschrift von Kaiser Heinrichs Romfahrt in Auftrag gegeben. Am Oberrhein wurde die Manessische Liederhandschrift geschaffen, vermutlich in Zürich. Beide Handschriften enthalten eine Reihe von Szenen, bei denen Ritter zu Pferd gegeneinander kämpfen. Vergleiche mit zeitgenössischen Kampfschilderungen wecken Zweifel an der Echtheit dieser Darstellungen. Denn die Abbildungen blicken auf vergangene Geschehnisse zurück: Wie die Idee der Romfahrt verweisen die Buchmalereien auf die klassische Epoche des Rittertums und dessen längst vergangene Glanzzeit in der Stauferzeit von 1138 bis 1254.
Veranstalter des Vortrags sind die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier und die Bibliophile Gesellschaft Trier Pro Libris. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss laden die Veranstalter zu einem Empfang ein.
Anschließend wird die Ausstellung "Ex oriente et occidente lux aurea - Goldener Buchglanz aus Ost und West: Faksimiles aus der Sammlung von Prof. Ekkart Sauser" eröffnet. Die Ausstellung kann bei freiem Eintritt vom 14. November bis 22. Dezember zu den Öffnungszeiten der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier besucht werden (montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 17 Uhr). red