Die Welt in einem Laden

Der Weltladen Trier in der Pfützenstraße 1 ist wieder geöffnet. Dank ehrenamtlicher Helfer und Spenden wurde die Räume großzügiger gestaltet und nach Themenbereichen gegliedert.

Trier. Der Weltladen Trier dient bereits seit 33 Jahren als Anlaufstelle für Menschen, die Produkte aus fairem Handel und biologischem Anbau kaufen wollen. Lebensmittel, Schmuck, Bücher, Schreibwarenartikel, Kleidung und Wohnaccessoires - die Produktpalette wurde von einstmals Kaffee und Tee kontinuierlich erweitert.
Träger des Weltladens ist der Verein Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier. Mechthild Schüler kümmert sich um die Organisation des Ladens und die Verwaltung der Spenden: "Es ist das Ziel des Weltladens, den fairen Handel voranzutreiben. Dazu muss man mit der Zeit gehen, sich weiterentwickeln und verändern, ohne dabei den besonderen Charakter des Ladens zu verlieren."
In den vergangenen Wochen wurde der Laden mit Hilfe von Sponsoren und freiwilligen Helfern renoviert und umgestaltet.
Neues Konzept umgesetzt


Das neue Ladenkonzept ist offener und großzügiger. Moderne Regale gliedern den Verkaufsraum, eine Kaffee-Ecke lädt zum Verweilen ein. Hier können Besucher ins Gespräch kommen und sich außerdem über die Gruppen des Friedens- und Umweltzentrums informieren, das ebenfalls in der Pfützenstraße 1 untergebracht ist. Dazu gehören zum Beispiel Attac, BUND, Terres des Femmes, Anti-Atom-Netz Trier und der Verein Trier bewegt.
Das gesamte Ladenteam und die angehende Innenarchitektin Monika Dießner (28) haben das neue Konzept gemeinschaftlich erarbeitet. Wichtig war ihnen dabei, dass möglichst viele Teile der ursprünglichen Einrichtung recycelt oder in einer neuen Funktion weiterhin genutzt werden können.
"Es sollen nun noch mehr Leute den Weg in den Laden finden und neugierig werden", wünscht sich Mechthild Schüler.
Susanne Kaufmann (44), eine langjährige Kundin des Weltladens, freut sich über das neue Erscheinungsbild: "Der Laden wirkt viel größer und freundlicher. Ich habe schon viele schöne Sachen hier entdeckt. Außerdem finde ich die Philosophie des Ladens unterstützenswert."
Ort der Begegnung


Zu dieser Philosophie gehört es neben dem Verkauf von fair gehandelten Produkten, dass der Laden auch Begegnungs- und Kommunikationszentrum, ein Ort des Austauschs ist. Ditlinde Clavier (19) aus Nimes macht derzeit ein Freiwilliges ökologisches Jahr im Weltladen. Die Französin ist begeistert: "Der Weltladen ist ein ganz besonderer und aktiver Ort. Hier kann man so viele interessante Leute treffen und viel über fairen Handel erfahren."