Die Würde jedes Einzelnen achten

Die Würde jedes Einzelnen achten

Prostitution

Zum Bericht "Streit um mehr Platz für Prostituierte - Schlagabtausch vor dem Verwaltungsgericht Trier" (TV vom 16. Februar):

Mir ist es ein ganz wichtiges Anliegen meine Irritation und Verärgerung zur Wortwahl im ersten Abschnitt des Artikels mitzuteilen. Wenn der Artikel eingeleitet wird mit: "Manche Freuden bleiben Männern versagt. Manchmal liegt das am Geld, manchmal an Genehmigungen…", nimmt das den Frauen, die als Prostituierte arbeiten oder prostituiert werden, ihre Würde. Es degradiert sie zu Spaßobjekten.
Ob die Frauen Freude an ihrer Arbeit haben, ist aus meiner Sicht ohnehin fraglich. Frauen - egal welcher Tätigkeit sie nachgehen - sind keine Spaßobjekte! Dies wird aber mit der achtlosen Formulierung in dem Artikel suggeriert.
Daher meine große Bitte: Egal, worüber und über wen berichtet wird, die Würde jedes Einzelnen sollte geachtet werden.
Regina Bergmann
Zemmer-Rodt