Die Zeitung ist das glaubwürdigste Medium

Die Zeitung ist das glaubwürdigste Medium

Der Volksfreund hatte die Partner seiner Schulprojekte KLASSE! und Mini-KLASSE! eingeladen. Und im Mittelpunkt des Sponsorenabends standen natürlich Kinder, Jugendliche und Zeitungen - einmal aus wissenschaftlicher, einmal aus praktischer Sicht.

Trier. "Lesen macht schlau", rufen die Viertklässler der Grundschule Irsch/Saar (Kreis Trier-Saarburg) aus vollster Überzeugung. "Für Jugendliche ist die Tageszeitung das Medium mit der größten Glaubwürdigkeit", berichtet der Medienforscher. Das waren zwei der "Schlagzeilen" des KLASSE!-Sponsorenabends, zu dem Volksfreund-Geschäftsführer Thomas Marx und TV-Chefredakteurin Isabell Funk alle Partner der Schulprojekte in den Weinkeller im Palais Kesselstatt in Trier eingeladen hatten.
Und neben gutem Essen und vielen Gesprächen standen natürlich Schüler, Zeitung und Lesen im Mittelpunkt. Dafür waren die beiden Referenten Thomas Rathgeb von der Landesanstalt für Kommunikation in Stuttgart sowie Maja Brandscheit, Rektorin der Grundschule in Irsch/Saar, zuständig. Rathgeb untersucht seit Jahren die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen und stellte den Teilnehmern teils verblüffende Ergebnisse vor. Da musste selbst die oberste Dienstherrin aller Lehrer, Dagmar Barzen, schmunzeln. Die Präsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) ist seit 2011 Schirmherrin des Projekts. Rathgeb stellte den KLASSE!-Partnern die Studie JIM (Jugend, Information, Multimedia) vor. Und diese Ergebnisse zeigen - trotz Internet, Facebook und Spielkonsolen: Jugendliche lesen Tageszeitungen, zumindest mehrmals pro Woche. Jungen lesen häufiger als Mädchen, Gymnasiasten häufiger als Schüler anderer Schulformen und Ältere mehr als Jüngere. Und vergleicht man die Zahlen seit 2004, ist die Zahl der jugendlichen Zeitungsleser bundesweit nur leicht gesunken.
78 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen lesen gelegentlich die gedruckte Zeitung, 26 Prozent täglich, hinzu kommen zehn Prozent tägliche Online-Leser und 45 Prozent gelegentliche Online-Leser.
Ganz oben steht die Tageszeitung allerdings für Jugendliche, wenn es um die Glaubwürdigkeit von Medien geht. 48 Prozent aller bundesweit repräsentativ Befragten nannten die Tageszeitung auf die Frage "Welchem Medium würdest du bei widersprüchlicher Berichterstattung am ehesten vertrauen?" Das Internet bleibt aber das Hauptmedium der Jugendlichen mit 131 Minuten täglich und wird - wissenschaftlich belegt - meist zum Kommunizieren, eher seltener zur Informationssuche genutzt.
Aber generell geben die befragten Jugendlichen der Tageszeitung gute Noten, vor allem, was die regionalen Informationen betrifft - was zahlreiche exemplarische Aussagen von Jugendlichen belegten.
Wie man spielerisch und mit Kindernachrichten schon Grundschulkinder mit dem TV-Projekt Mini-KLASSE! für die Zeitung und für das Lesen gewinnen kann, zeigte Rektorin Maja Brandscheit. An der Grundschule Irsch/Saar steht das Lesen im Fokus - getreu der Maxime: "Gut liest, wer viel liest. Viel liest, wer gern liest. Gern liest, wer gut liest." Und im Mittelpunkt der Zeitungslektüre steht für die Grundschüler TV-Maskottchen "Lucky, die Leseratte" - und Lucky haben die Schüler sogar ein eigenes, selbst aufgeführtes Theaterstück gewidmet. In Videos berichteten die Viertklässler den Teilnehmern des KLASSE!-Sponsorenabends, was sie am liebsten lesen.
"Die wissenschaftliche Studie und das Beispiel aus der Praxis bestätigen uns, an unserem Weg für junge Zielgruppen - in gedruckter Form und online - festzuhalten", zog Volksfreund-Geschäftsführer Thomas Marx seine Bilanz des Abends.
Extra

Seit dem Start der TV-Schulprojekte im Jahr 1998 haben rund 83 000 Schüler an den Volksfreund-Projekten teilgenommen, in diesem Schuljahr sind es rund 6000 aus rund 300 Klassen an Grund- und weiterführenden Schulen. Schirmherrin ist Dagmar Barzen, Präsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Partner sind die regionalen Volksbanken und Raiffeisenbanken (Volksbank Trier, Volksbank Hochwald-Saarburg, Raiffeisenbank Mehring-Leiwen, Volksbank Bitburg, Raiffeisenbank Westeifel, Volksbank Eifel-Mitte, Raiffeisenbank Irrel, VVR-Bank Wittlich, VR-Bank Hunsrück-Mosel), die Stadtwerke Trier, die Deutsche Post/DHL, die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, der Trie rer Hafen, AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und die Johnen-Gruppe. BP

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