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Die zum Blaumachen ins Café gingen

Die zum Blaumachen ins Café gingen

Sie waren der letzte Jahrgang vor der Mainzer Studienstufe und trafen sich heimlich im Café Razen: Nach 40 Jahren haben sich Abiturientinnen in Trier wieder getroffen.

Trier. Die Lateinklasse 13 na des Auguste-Viktoria-Gymnasiums (AVG) aus dem Jahr 1976 gehörte zum letzten Jahrgang, der noch nach dem alten System mit vier Hauptfächern Abitur gemacht hat, bevor die Mainzer Studienreform eingeführt wurde. Nun haben sich die Schülerinnen in Trier getroffen.
Mehr als die Hälfte der Mitschülerinnen war zum Treffen gekommen. Einige reisten aus dem Ausland an, aus Malaga/ Spanien, aus Zürich/Schweiz, aus Garada/ Italien, aus Newton bei Boston, USA. Andere aus München, Backnang oder Knutenholz.
Die Organisatoren Gisela Veling-Warnke und Brigitte Orth hatten einige alte Lehrer ausfindig machen können, von denen vier teilnahmen. Treffpunkt für die Ex-Schülerinnen war der Haupteingang des AVG. Anton Wyrobisch, ehemaliger Religions- und Ethiklehrer, begleitete die Gäste in die Welschnonnenkirche, die zum AVG gehört, und erläuterte die Fortschritte bei der Renovierung des Gebäudes. Er erinnerte daran, welche Rolle die Welschnonnenschwestern bei der schulischen Erziehung von Mädchen gespielt haben. Stolz ließ er die beiden Glocken läuten, die kürzlich eine neue Mechanik bekommen haben und während des Kulturkampfs schweigen mussten. Anschließend gab es einen Sektempfang im Pierre-Fourier-Saal. Dabei konnten die Teilnehmerinnen in ihren Abiturarbeiten blättern. Viele übernahmen eine Dachpatenschaft. Das gespendete Geld kommt der im Moment laufenden Sanierung des Dachs der Welschnonnenkirche zugute. Mitschülerin Ulrike Böcking, bisher stellvertretende Direktorin der deutschen Schule in Neu-Deli, übernahm ebenfalls eine Dachpatenschaft. Sie konnte nicht kommen, da sie gerade ihren Umzug nach London vorbereiten musste.
Nach der Verabschiedung der Lehrer ging es weiter ins Café Razen. Dort trafen sich die Abiturientinnen früher, wenn sie blaumachten. red