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Diese Schäden hat Orkan Zeynep in der Region Trier angerichtet

Orkantief „Zeynep“ : Baum stürzt in Traben-Trarbach auf Haus – Wo die Feuerwehr in der Region Trier im Einsatz war (Update/Fotos)

In der Region Trier hat das Unwettertief „Zeynep“ einige Schäden angerichtet: Von umgestürzten Bäumen, abgedeckten Dächern bis zu Stromausfällen. Wo die Rettungskräfte im Einsatz waren.

Gerade erst war der eine schwere Sturm „Ylenia“ vorbei, da fegte am Freitag schon der nächste – „Zeynep“ – über Deutschland hinweg. Der sorgte in der Eifel für abgedeckte Dächer und Stromausfälle.

Um kurz nach 16 Uhr gingen auf der Leitstelle in Trier zahlreiche Notrufe ein: Bäume lagen auf der Straße, ein Dach wurde abgedeckt. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde während des Sturmtiefs in der Region niemand verletzt. Dennoch mussten die Feuerwehren zu vielen Einsätzen in der Region ausrücken.

Baum stürzte auf Haus in Traben-Trarbach 

  Am Freitagabend stürzte ein großer Baum auf ein Wohnhaus in Traben-Trarbach. Nach Informationen des Wehrleiters von Traben-Trarbach  Christoph Zender war auch eine Stromleitung betroffen. Zwölf Mann der Feuerwehr Traben und Trabach waren bis  am Samstagmorgen damit beschäftigt, den Baum zu zerlegen. Unterstützung bekamen sie von Stromversorger Westnetz, der den Strom abschaltete. Wie hoch der Schaden ist, steht noch nicht fest. Verletzt wurde niemand.  

Im Norden der Region hinterließ Zeynep, Stand Samstagmorgen, überschaubare Schäden: Die Beamten der Polizei Prüm verzeichnen in ihrem Dienstbezirk (VG Arzfeld, VG Prüm, ehemalige VG Obere Kyll) weniger als zehn wetterbedingte Vorfälle zwischen 16 und 21 Uhr am Freitag. In diesem Zeitraum schickte Zeynep die stärksten Böen durch die Region.

 Meist habe es sich um Bäume gehandelt, die auf Straßen gestürzt waren. Gegen 20 Uhr verunglückte ein Autofahrer bei Hallschlag im Oberen Kylltal, als er einem umstürzenden Baum auswich. Der Wagen wurde von Ästen getroffen, es entstand Sachschaden. Die Nacht auf Samstag verlief, soweit bisher bekannt, ohne größere Ereignisse.

 Die Stadt Trier kam glimpflich davon.  Die Stadtverwaltung Trier hatte sich entsprechend vorbereitet, bei der Feuerwehr war der so genannte Führungsstab in Bereitschaft, um nötigenfalls rund um die Uhr sofort die Arbeit aufnehmen zu können, das Amt StadtRaum Trier (SRT) hatte zudem Teams zusammengestellt, um umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste beseitigen können. Weder Stab noch Notfallteams kamen aber zum Einsatz. „Wo wir ausrücken mussten, konnten wir das problemlos mit den Einheiten und Strukturen erledigen, die wir sowieso rund um die Uhr vorhalten“, sagte Feuerwehrchef Andreas Kirchartz. Dennoch sei die Feuerwehr in Bereitschaft gewesen, um auch bei schlimmeren Schäden direkt reagieren zu können. Kirchartz: „Das war glücklicherweise aber nicht nötig.“

Der für Sicherheit und Ordnung zuständige Dezernent Ralf Britten betonte, dass für Freitagabend eine Extremwetterwarnung des Wetterdienstes vorgelegen habe. „Solche Vorhersagen nehmen wir natürlich immer sehr ernst und bereiten uns entsprechend vor.“ Oftmals sei schwer vorherzusagen, welche Gegend am schwersten von Unwettern getroffen werde. „Bei solchen Warnungen haben deswegen Sicherheit und Vorsicht immer Priorität“, sagte Britten. Der Dezernent dankte allen Einsatzkräften, ob haupt- oder ehrenamtlich, für ihre Arbeit. „Auch wenn unsere freiwilligen Löschzüge nicht zum Einsatz kamen, weiß ich, dass viele unserer ehrenamtlichen Feuerwehrleute in den Gerätehäusern oder Zuhause bereit standen, um im Falle des Falles sofort helfen zu können. Vor so viel Engagement kann ich nur den Hut ziehen!“

Die Berufsfeuerwehr musste nach dem Durchzug des ersten Sturmtiefs Ylenia nur einmal nach Feyen ausrücken, um eine Reklametafel zu sichern, die sich durch den Wind gelöst hatte. Das zweite, stärkere Sturmtief Zeynep sorgte dann am Freitag in Trier für höhere Windgeschwindigkeiten und dadurch bedingt zu einigen Feuerwehreinsätzen bis in den Samstag hinein. In Trier-Nord stürzte am Freitag am späten Nachmittag ein Baum auf Fahrzeuge und ein Gebäude, in Ehrang musste auf der Bausch am frühen Freitagabend ein Baum entfernt werden, der auf die Straße zu stürzen drohte, am späten Abend musste die Feuerwehr dann zur Treviris in der Trierer Innenstadt wegen eines Baumes ausrücken, der entfernt werden musste, weil er sonst möglicherweise auf die Straße gefallen wäre. Am Samstag morgen rückte die diensthabende Wachabteilung der Feuerwehr dann aus, weil im Gillenbachtal in Pallien ein Baum in eine Stromleitung gekippt war. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte ein Mitarbeiter der Stadtwerke (SWT) den Baum aber bereits beseitigt. Am Samstagmittag rückte die Feuerwehr dann noch zu einem Einsatz nach Trier-Süd aus, wo eine Schieferplatte lose über einem Gehweg hing.

Ein 32 Jahre alter Mann ist am Samstag mit einem Cross-Motorrad im Wald bei Uersfeld gegen einen sturmbedingt umgestürzten Baum geprallt und lebensgefährlich verletzt worden. Der Mann hatte keinen Führerschein, das Kennzeichen des Motorrads war gefälscht.

 Dächer abgedeckt – Bäume blockieren Straße

Im Eifelkreis wurden in zwei Orten Dächer abgedeckt – so in Bauler bei Neuerburg wie auch in Steinborn. Zudem versperrten umgestürzte Bäumen viele Straße – wie unter anderem die K 21 Ferschweiler Richtung Prümzurlay. In Bitburg wurden durch den starken Wind zahlreiche Bierkästen der Bitburger Brauerei durch die Luft geschleudert.

Im Kreis Bernkastel-Wittlich war die L 164 Deuselbach Richtung Thalfang von Baumstürzen betroffen. Bei Meerfeld musste eine Straße von Bäumen befreit werden. In Schwarzenborn geriet ein Baum in eine Stromleitung. Hier war die Feuerwehr Eisenschmitt zusammen mit dem Westnetz im Einsatz.

Außerdem kam es zu Einsätzen im Bereich von Idenheim, Speicher, Preist, Hasborn, Niederöfflingen und im Bereich Morbach. Zu Stromausfällen kam es in den umliegenden Ortschaften von Wittlich-Land und Bitburg-Land.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Baum stürzt in Traben-Trarbach auf Haus