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Dieselspur: Autos landen im Graben

Dieselspur: Autos landen im Graben

Die komplette L 190 zwischen der Irmenach und Traben-Trarbach musste gestern Morgen von 8 bis 14 Uhr gesperrt werden, weil sie großflächig mit einer gefährlichen Dieselspur verschmutzt war. Zuvor hatten sich auf der spiegelglatten Fahrbahn drei Unfälle ereignet. Verletzt wurde niemand.

Traben-Trarbach/Irmenach. (sim) "So etwas habe ich noch nicht erlebt", sagte gestern ein Beamter der Polizeiinspektion Zell. Die Fahrbahn der L 190 zwischen Irmenach und Traben-Trarbach hatte sich auf einer Länge von etwa fünf Kilometer in eine spiegelglatte Rutschfläche verwandelt. Der Grund: Ein Fahrzeug hatte große Mengen Diesel verloren. Aufgrund dieser Verunreinigung ereigneten sich innerhalb kurzer Zeit drei Verkehrsunfälle.

Drei Autos kamen von der Fahrbahn ab, prallten gegen die Leitplanke oder landeten im Straßengraben. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 10 000 Euro. Verletzt wurde niemand.

750 Kilogramm Ölbindebindel gestreut



Die Straßenmeisterei Bernkastel-Kues war bis etwa 14 Uhr mit drei Fahrzeugen mehrere Stunden im Einsatz. Die Mitarbeiter streuten insgesamt 750 Kilogramm Ölbindemittel auf die Fahrbahn. Anschließend reinigte eine Spezialfirma mit einer Kehrsaugmaschine die Straße.

Auch im Stadtbereich von Traben-Trarbach waren zahlreiche Straßen mit Dieselöl verschmiert. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs mussten in beiden Stadtteilen zahlreiche Straßen abstreuen - unter anderem die Schottstraße, Weiherstraße, Moselstraße, Enkircherstraße, Teile der B 53, darunter auch die Moselbrücke, die Poststraße, Bahnstraße und Kövenigerstraße.

Der bisher unbekannte Verursacher dürfte die Strecke zwischen 5 und 8.15 Uhr befahren haben. Nach ersten Vermutungen könnte es sich bei dem Verursacher um einen Schulbus handeln, der vom Hunsrück kommend das Schulzentrum in Traben angefahren hat und wieder zurückfuhr.

Die Polizeiinspektion Zell erbittet Hinweise unter Telefon 06542/98670.