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Digitale Chancen besser nutzen

Digitale Chancen besser nutzen

Parkgebühren

Zur Berichterstattung über Parkgebühren in Trier:

Nach meinem politischen Verständnis sind Parkgebührenerhöhungen bei den beachtlichen Gewinnen der Stadt aus Parkflächen nicht vertretbar. Wenn man die Autofahrer aus der Stadt vergrault, schwächt man auch die kleinen, mittelständischen Unternehmen und damit auch das Flair der Innenstadt. Es ist klar, dass man in finanziell schwierigen Zeiten auch die Einnahmeseite betrachten muss. Aber Autofahrer und Mittelständler zur Kasse zu bitten und als eine Art Melkkuh zu behandeln oder den Standort Trier zu schwächen, kann nicht das Ziel einer nachhaltigen kommunalen Finanzpolitik sein. Trier hat nach meiner Einschätzung kein Einnahme-, sondern ein Ausgabenproblem. Deshalb wäre glaubwürdiger gewesen, man hätte vor einer beschlossenen Parkgebührenerhöhung zunächst die Ausgaben auf den Prüfstand gestellt. Dazu gehört nach meiner Einschätzung auch, wieder ernsthafter über das Thema Verwaltungsreform zu diskutieren. Laufend wird Personal eingestellt. Im Zusammenhang mit der Diskussion über Zebrastreifen vermisse ich auch eine Diskussion über die grüne Welle (Ampelschaltung). Die digitalen Chancen müssten besser genutzt werden. Die Stadt müsste intensiver prüfen, welche konkreten Maßnahmen nötig sind, um den Verkehrsfluss in der ganzen Stadt zu optimieren. Wartezeiten für den Fahrzeugverkehr, aber auch für die Fußgänger und Radfahrer, sollten durch intelligente Datennutzung und Steuerung verkürzt werden. Eine solche Verbesserung könnte auch die Diskussion zum Thema Fußgängerüberwege erleichtern. Trier braucht weniger Staus und weniger Unfälle auf unseren Straßen.
Manfred Maximini
Trier