Doch ein Brunnen für den Brunnenhof?
Trier · Der FWG-Ehrenvorsitzende Manfred Maximini schlägt vor, über die Trier-Gesellschaft einen neuen Anlauf zum Bau eines Brunnens im Brunnenhof des Simeonstifts zu nehmen. Unternehmer Peter Schwab unterstützt dies.
Trier. Überraschende Wende in der Diskussion über die Otto-und-Elsbeth-Schwab-Stiftung: Mit dem Geld daraus wird vielleicht doch noch der Brunnenhof des Trierer Simeonstifts verschönert.
Genau darin war sich der Stadtrat zwar schon 2007 einig. Doch "vollmundigen Ankündigungen besonders der CDU-Fraktion" seien keine Taten gefolgt, kritisiert Ex-Ratsmitglied Manfred Maximini (FWG) gegenüber dem TV.
Auf seinen Vorschlag hin wollte die Stadt einst ein Startkapital von 25 000 Euro aus der Otto-und-Elsbeth-Schwab-Stiftung für einen Brunnenbau zur Verfügung stellen. Auch Kabinenbahn-Betreiber Peter Schwab, dessen Eltern die Stiftung initiiert hatten, war dafür. Weil das Projekt aber nie in Angriff genommen wurde und Schwab sich wegen der Abwicklung der stillgelegten Kabinenbahn über die Stadt ärgerte, wollte er die Stiftung sogar schon auflösen lassen und das Geld lieber außerhalb von Trier einsetzen (der TV berichtete).
Unverhoffte Aufbruchstimmung
Der jüngste Vorstoß von Manfred Maximini führt nun jedoch zu einem Sinneswandel bei dem Unternehmer. Der FWG-Ehrenvorsitzende Maximini bringt die Trier-Gesellschaft ins Spiel, die sich ebenfalls schon 2007 für einen Brunnen starkgemacht hatte. "Vielleicht ergreift die Trier-Gesellschaft die Initiative und versucht, durch Bürgerengagement das Vorhaben zeitnah zu realisieren", schlägt Maximini vor.
Der gemeinnützige Verein fördert den Wiederaufbau, die Instandsetzung und Erhaltung von Kulturdenkmalen in der Stadt Trier. So wurde der Balduinbrunnen auf Initiative der Trier-Gesellschaft für rund 300 000 Euro aus Spenden und öffentlichen Mitteln aufwendig restauriert.
Ein Erfolg, der auch Peter Schwab imponiert: "Ich würde es gerne unterstützen, wenn die Trier-Gesellschaft sich der Sache annähme und einen Brunnenbau verfolgen würde. Ich werde deshalb entsprechend an die Stadt herantreten", kündigt Schwab im Gespräch mit dem TV an.
In einer ersten Reaktion äußert sich auch Karl-Heinz Scheurer, Vorsitzender der Trier-Gesellschaft, positiv: "Bei einem solchen Projekt wären wir grundsätzlich gerne dabei, um es organisatorisch zu unterstützen." Wie das ablaufen könnte, müsste im Einzelnen geklärt werden. Scheurer: "Den Brunnenhof im Ensemble Simeonstift zu verschönern, ist auf jeden Fall ein lohnendes Ziel." cus