Doch keine Kommunalreform: Konz bleibt Konz

Doch keine Kommunalreform: Konz bleibt Konz

Trier bleibt Trier und Konz eigenständig. Beim Bericht über die anstehende Vergrößerung des Stadtgebiets handelt es sich um einen Aprilscherz, der so unrealistisch gar nicht sein muss.

Trier. Besonders Ehranger können sich an das erste Mal erinnern. Das war vor 45 Jahren, als die 1968 gegründete Großgemeinde Ehrang-Quint in die Stadt Trier eingemeindet wurde. Ähnliches geschah mit damals ländlich geprägten Gemeinden wie Fisch oder Eitelsbach. Woran sich damals festgemacht hat, wer künftig Trierer ist und wer nicht, kann heute wohl nur noch schwer nachgezeichnet werden.
Der ein oder andere spricht noch heute von Willkür, wenn es um Ehrang und Co. geht. Für willkürlich halten auch Kritiker die Auswahl der Verbandsgemeinden, die bis 2019 fusionieren müssen. Die Verbandsgemeinde Kell steht auf der Liste ebenso wie die VG Thalfang. An die Ebene der Ortsgemeinden hat sich bisher noch niemand herangetraut. Und so müssen die Trierweiler keine Angst haben, dass sie vom Augustinerhof aus verwaltet werden. Dort ist der Hauptsitz der Stadtverwaltung. Die Verwaltung für die Großgemeinde auf der Höhe über der Stadt befindet sich weiter bei der Verbandsgemeinde-Verwaltung Trier-Land, die in Trier-Ost beheimatet ist.
Vor diesem Hintergrund handelt es sich beim TV-Bericht "Ran an den Speck - Trier schluckt Konz" um einen Aprilscherz. In einigen Jahren steht jedoch eine Reform der rheinland-pfälzischen Landkreise an. Für den Landkreis Vulkaneifel (rund 61 000) oder den Kreis Cochem-Zell (rund 63 500 Einwohner) könnte es eng werden. Daneben gibt es Gemeinden, die gerne ihre Kreiszugehörigkeit wechseln können. In diesem Zusammenhang könnten dann auch die Stadtgrenzen zur Disposition stehen. Wie sang Liedermacher Stefan Waggershausen 1990? "Das erste Mal tat\'s noch weh…" har

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