Dr. Gerd Lenninger vom Mutterhaus Mitte Trier betreut 9000. Geburt

Kostenpflichtiger Inhalt: Jubiläum : Leitender Oberarzt des Mutterhauses Mitte in Trier: Der kleine Jonathan ist „sein“ 9000. Baby

Vierlinge, Frühchen und Wonneproppen: Gynäkologe Dr. Gerd Lenninger begleitet seit 34 Jahren Familien bei der Geburt – darunter ungewöhnlich viele besondere Fälle.

Gewicht: 3480 Gramm, Größe:  54 Zentimeter. Das sind die Maße des 9000. Kindes, dessen Geburt Dr. Gerd Lenninger betreut hat. Über die Ankunft Jonathans freute sich der leitende Oberarzt der Geburtshilfe im Klinikum Mutterhaus Mitte mit dessen Eltern Melanie und Christian Wiebe und der zweieinhalbjährigen Schwester Leonora.

„Leider kann man sich nicht mehr an jede einzelne Geburt erinnern, aber mit meiner eigenen kleinen Statistik halte ich alle Kinder für mich fest“, sagt Lenninger. Seinen ersten Einsatz als Geburtshelfer hatte Lenninger am 3. Juni 1985. „Er hieß Kai und kam nachmittags auf die Welt.“ Zwischen Kai und Jonathan liegen rund 34 Jahre Berufsleben und 8998 Kinder, darunter 4696 Jungen und 4302 Mädchen, die unter Mithilfe des Gynäkologen auf die Welt kamen. Dass er so viele Kinder auf die Welt begleiten durfte, liegt auch daran, dass das Mutterhaus Mitte auf Risikoschwangerschaften spezialisiert ist. „In einer regulären Geburtshilfe kommt sonst kein Arzt auf eine Erfahrung von 633 Zwillingsgeburten, 37 Drillingsgeburten und sogar zwei Vierlingsgeburten“, erklärt Lenninger.

Auch der Schwerpunkt des Hauses als Perinatalzentrum Level 1 macht sich in seiner Statistik bemerkbar. „243 Kinder unter 1000 Gramm habe ich begleitet und war dabei sehr froh, dass diese gleich von den Kollegen auf unserer Frühgeborenen- und Kinderintensivstation versorgt werden konnten.“ Aber auch richtige Wonneproppen kommen im Mutterhaus auf die Welt. „Das schwerste Kind wog 5370 Gramm.“

Vielen Frauen begegnete Lenninger mehrfach im Kreißsaal: 457 Frauen entbanden zwei Mal und 29 Frauen sogar drei Mal unter seiner Betreuung. „Als ich eine Frau zum vierten Mal bei der Geburt unterstützte, mussten wir beide lachen.“