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Drei Autos brennen - Polizei vermutet Brandstiftung

Drei Autos brennen - Polizei vermutet Brandstiftung

Bei einem größeren Brand im Busental bei Trier sind in der Nacht zum Montag zwei Autos komplett abgebrannt, ein weiteres wurde durch die Flammen schwer beschädigt. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden beläuft sich auf rund 50 000 Euro. Die Kriminalpolizei vermutet, dass ein Unbekannter den Brand absichtlich gelegt haben könnte.

Trier. Ein Anwohner des Busentals, einer kleinen Siedlung unterhalb des Markusbergs, hatte den Brand gegen 1.20 Uhr bemerkt. "Gemeldet wurde uns zunächst, dass ein im Freien stehendes Auto brennt", berichtet Feuerwehrsprecher Thomas Reinholz auf TV-Nachfrage. "Vor Ort stellte sich heraus, dass der Brand von einem in einer Garage abgestellten Auto ausgegangen war und die Flammen auf das vor der Garage geparkte Auto übergegriffen hatten." Die Feuerwehr forderte Verstärkung an. Durch die Hitze nahm auch ein drittes, in einer Nachbargarage geparktes Auto Schaden. "Die Flammen schlugen offen aus der Garage, wir hatten den Brand dann aber relativ schnell unter Kontrolle", sagt Reinholz.
Die Anlage, die aus drei nebeneinanderliegenden Garagen besteht, hat keine direkte Verbindung zu einem der rund ein halbes Dutzend Wohnhäuser im Busental. Die nebenstehenden Wohnhäuser seien daher auch nicht direkt gefährdet gewesen, "aber es war auch nicht ausgeschlossen, dass der Brand auf eins der Häuser übergreift", sagt Reinholz. Verletzt wurde niemand.
Die Polizei geht bei ihren Ermittlungen von einem "Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung aus". Näher will Polizeipressesprecher Karl-Peter Jochem sich dazu am Montagmittag nicht äußern. "Die Situation lässt allerdings den Schluss zu, dass der Brand absichtlich gelegt wurde", sagt Jochem. Die Brandermittler der Kriminalpolizei haben am Montag die Umstände vor Ort untersucht.
Die Autos gehören offenbar drei unterschiedlichen Besitzern. "Unser Nachbar, dem eines der Autos gehört, ist fertig mit den Nerven", sagt eine Anwohnerin. Im Busental wohnen etwa zwölf Familien.
Erst vor gut zwei Monaten war das enge Tal in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Am 30. Juni war nach schweren Regenfällen ein steiler Erdhang ins Rutschen geraten. 1000 Kubikmeter Erde lösten sich, die Schlammlawine riss Bäume, Strommasten, ein Auto und einen Schuppen mit sich. Tagelang waren die Anwohner mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Verletzt wurde auch damals niemand.