Drei neue Fahrzeuge zum 100. Geburtstag der Feuerwehr

Feuerwehr Waldrach : Drei neue Fahrzeuge zum 100. Geburtstag

In Waldrach ist am Wochenende auch der Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde Ruwer gefeiert worden.

Schon das Jubiläum ist besonders. Schließlich gibt es nicht alle Tage einen 100. Geburtstag zu feiern. Doch die Freiwillige Feuerwehr Waldrach feierte zwei weitere Feste gleich in einem mit: den Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer und die feierliche Einsegnung dreier Fahrzeuge. Besonders stolz sind Aktive und Bürger im Ruwertal auf das neue Drehleiterfahrzeug der Verbandsgemeinde, für Bürgermeisterin Stephanie Nickels „ein Meilenstein“. Die Rettungshöhe betrage gut 30 Meter und der Rettungskorb fasse fünf Personen.

Wichtig sind aber auch die beiden kleineren Fahrzeuge, ein für die Kaseler Wehr bestimmter Gefahrgut-Gerätewagen und ein Mannschaftstransportfahrzeug. Da könne schon von einer „Fahrzeugflotte“ gesprochen werden, kommentierte die Bürgermeisterin auf dem Festplatz am Feuerwehrgerätehaus. Denn das Investitionsvolumen belaufe sich auf mehr als eine Million Euro, gemeinsam finanziert vom Land Rheinland-Pfalz, dem Landkreis Trier-Saarburg und der VG.

Wehren entsprechend dem Stand der Technik solide auszustatten, sei Aufgabe der Politik, betonte Nickels. Wichtig darüber hinaus seien gute Vernetzung, fachlicher Austausch und Kameradschaft, dankte sie den Ehrenamtlichen für deren „unbezahlbaren und selbstlosen Dienst“.

Mit dem im Februar dank Feuerwehr-Förderverein und Sponsoren angeschafften Mannschaftsfahrzeug werden vor allem Aktive der Jugendwehr und die Bambini befördert.

Auf den Nachwuchs ist die Wehr besonders stolz, machte Christian Mertes deutlich. Als achter Waldracher Wehrführer folgte er 2012 auf Gerd Zonker, der das Amt 22 Jahre ausübte, wofür er im Rahmen des Festes als Ehrenwehrführer ernannt wurde. Mertes ist froh, dass es neben der 1993 gegründeten Jugendwehr seit vorigem Jahr die Bambini gibt.

Im Namen des Nachwuchses bedankte sich Helena Terres in aller Form für die Unterstützung engagierter Wehrleute. Grußworte von Vorstandsmitgliedern des Kreisfeuerwehrverbandes würdigten das gemeinschaftliche Engagement der Wehren, wovon alle Bürger im Ruwertal profitierten. „Ohne Feuerwehr ginge es nicht“, betonte Kreisbeigeordneter Arnold Schmitt: „Wir wissen, dass auf euch Verlass ist.“

Im Anschluss an einen Festzelt-Gottesdienst und die Fahrzeugsegnung durch Pfarrer Ralf-Matthias Willmes drängten sich Besucher am Erbsensuppe-Stand. Nachmittags waren zudem Wettkämpfe und Spiele angesagt sowie eine Geräteausstellung und Vorführungen. Musikalisch umrahmt wurde das Fest mit internationaler Weinprobe am Samstag von Vereinen wie der Winzerkapelle Waldrach und Livebands.

In der Waldracher Wehr engagieren sich fast 70 Aktive: 35 Erwachsene, darunter drei Frauen und 19 Atemschutzgeräteträger, 21 Jugendfeuerwehrleute und 13 in der Bambini-Wehr.

Zum Fuhrpark der für den Brandschutz in der gesamten Verbandsgemeinde Ruwer zuständigen Wehr gehören vier Fahrzeuge. Auch das kulturelle Leben im Ort ist kaum vorstellbar ohne die Wehr, die für etliche Veranstaltungen im Jahresverlauf verantwortlich zeichnet.

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