Dreifachjubiläum in der Mutterhaus-Psychiatrie

Dreifachjubiläum in der Mutterhaus-Psychiatrie

25 Jahre psychiatrische Tagesklinik, 20 Jahre stationäre psychiatrische Versorgung und 10 Jahre Psychiatrie im Klinikum Mutterhaus in der Trierer Feldstraße: Mit drei markanten Zahlen beging das Klinikum ein außergewöhnliches Jubiläum.

Trier. "Psychiatrische Einrichtungen mitten in einer Stadt ermöglichen es den Patienten, Teil der Gesellschaft zu bleiben, und erleichtern es ihnen, ihren Alltag wieder in den Griff zu bekommen." Mit diesem Lob des Geschäftsführers Jörg Mehr startete der Nachmittag rund um die Jubiläen der Erwachsenenpsychiatrie am Klinikum Mutterhaus.
1991 Neuland betreten


Dr. Dr. Wilhelm Classen, der die Tagesklinik vor 25 Jahren aufgebaut hat, erinnerte sich an die Anfangszeit: "Mit unseren 20 tagesklinischen Plätzen haben wir im Herz-Jesu-Krankenhaus 1991 Neuland betreten. Wir waren die Ersten in Rheinland-Pfalz, die sich gegen eine Psychiatrie auf der grünen Wiese entschieden haben."
Wichtig für die Patienten seien der enge Kontakt zu einem Allgemeinkrankenhaus und das Verbleiben in der Gesellschaft. "Mit unserem System der offenen Psychiatrie liegen wir bis heute immer noch richtig." Mit dem Umzug in den Neubau in der Feldstraße habe man die Arbeit hervorragend weiterführen können, so Wilhelm Classen, der als Ruheständler noch stundenweise im Klinikum Mutterhaus tätig ist.
Chefärztin Dr. Beatrix Risch legte den Fokus auf aktuelle Daten und Fakten: "Unser Team umfasst 136 Mitarbeiter aus vielen Ländern. Die größte Gruppe stellen dabei die Pflegekräfte, die Ärzte und die Psychologen und Therapeuten." Hinzu kommen verschiedene andere Berufsgruppen und externe Mitarbeiter für Spezialangebote wie beispielsweise Qi Gong oder unsere Supervision.
150 Psychologen ausgebildet


Auch die Ausbildung spiele eine wichtige Rolle. Risch: "Wir haben in den letzten 25 Jahren über 150 Psychologen in der Psychotherapieausbildung klinisch betreut, mehr als 52 Assistenzärzte ausgebildet und sind auch für Lehre und klinische Ausbildung der PJ-Studierenden im Fach Psychiatrie und Psychotherapie zuständig."
Nach dem Aufbau der tagesklinischen Versorgung ab 1991 folgte ab 1996 der Aufbau der stationären Versorgung mit heute 80 Betten. Seit Aufzeichnung einer Basisdokumentation für das statistische Landesamt wurden im Zeitraum von 1993 bis heute 32 000 Fälle in der psychiatrischen Abteilung behandelt. Der Bedarf steigt. "Unsere Patienten leiden an Depressionen, Psychosen, Demenzen, Suchterkrankungen, Persönlichkeits- und Anpassungsstörungen", nennt Dr. Beatrix Risch die häufigsten Krankheitsbilder. red

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