Dritte Baustelle im Trierer Westen: Stress und Stau

Stau und Stress in Trier : Ab Montag wird es wieder schlimmer

Die geänderte Ampelschaltung in Trier-Euren hat die Verkehrslage im Westen etwas entspannt. Doch die nächste Baustelle kommt.

Die doppelte Wirkung zweier Baustellen führt seit Wochen zu  Staus und Stress in Trier. Die Sperrungen der Luxemburger Straße ab der Römerbrücke und der Straße Im Speyer in Trier-Euren lässt viele Fahrer im Stau landen (der TV berichtete mehrmals). Die Änderung der Ampelschaltung an der Kreuzung Eisenbahnstraße und Luxemburger Straße hat die Lage leicht entspannt, aber ab Montag, 22. Juli, wird es wieder schlimmer. Denn dann kommt Baustelle Nummer drei im Trierer Westen dazu: Die Kölner Straße wird stadteinwärts gesperrt.

Was geschieht am Montag? Um sechs Uhr morgens wird die Kölner Straße in Fahrtrichtung Süden gesperrt. Diese Sperrung wird voraussichtlich bis Montag, 29. Juli, dauern. Der Grund: In der Kölner Straße laufen zurzeit bereits Bauarbeiten unter der Regie der Deutschen Bahn, die dort eine Fußgängerunterführung errichtet. Während dieser Arbeiten ist die Kölner Straße am Fahrbahnrand 18 Zentimeter tief abgesackt. Der Schaden muss sofort behoben werden, sagt die Stadt Trier. In Richtung Ehrang kann der Verkehr auf einer Spur wie gewohnt fließen, die Kölner Straße wird damit für eine Woche zur Einbahnstraße.

Was bedeutet das für den Verkehr? Aus dem Norden kommende Fahrer, die auf den Bundesstraßen 51 und 53 in Richtung Trier unterwegs sind und auf der Westseite der Mosel stadteinwärts fahren wollen, müssen laut der offiziellen Umleitung der Stadt in den sauren Apfel beißen, die Kaiser-Wilhelm-Brücke überqueren und auf den östlichen Uferstraßen weiter in Richtung Süden fahren. Anwohner und Anlieger mit einem konkreten Ziel in Trier-West dürfen die Kaiser-Wilhelm-Brücke links liegen lassen und bis zur Höhe der Hausnummer 40 – dort werden die Bauarbeiten laufen – in die Kölner Straße einfahren. Das bedeutet, der Abzweig in die Straße Im Sabel ist für diese Fahrer erreichbar, ebenso die Weiterfahrt durch beispielsweise die Magnerichstraße und die Hornstraße.

Aber Vorsicht: Das ist keine offizielle Umleitung. Diese Route würde als sogenannter Schleichweg die Anwohner belasten und generell auch wenig bringen, denn wer über diesen Weg weiter nach Trier-Euren will, landet zu Stoßzeiten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Stau, den die Sperrungen der Luxemburger Straße und der Straße Im Speyer verursachen und der hauptsächlich die Eurener Straße und die Eisenbahnstraße trifft.

Was macht der schwere Verkehr? Die Umleitung über die Kaiser-Wilhelm-Brücke gilt nur für Fahrzeuge, die nicht schwerer sind als 24 Tonnen. Für größere Kaliber ist diese Brücke tabu. Deshalb werden ihre Fahrer schon auf der B 52 bei Ehrang auf die Sperrung hingewiesen und großräumig über die A 602 und die B 49 umgeleitet (siehe Grafik).

Wie läuft es auf den anderen beiden Baustellen?

In der Luxemburger Straße liegt die Stadt zwei Wochen hinter der Planung. „Das ist nicht ungewöhnlich“, sagt Stadt-Sprecher Michael Schmitz. „Denn bei den Arbeiten zeigt sich, dass wir wesentlich mehr Bordsteine und Wasserabläufe austauschen müssen als erwartet.“

Die angekündigte zweitägige Vollsperrung der Luxemburger Straße zum Ende der Baumaßnahme ist daher neu terminiert worden. Sie wird voraussichtlich am Samstag und Sonntag, 12. und 13. Oktober,  stattfinden. Das ist das letzte Wochenende der Herbstferien. Schmitz: „Wenn alles gutgeht, dürfte die Luxemburger Straße dann  Mitte oder Ende Oktober wieder mit neuem Belag aus beiden Richtungen befahrbar sein.“

Der Dauerstress in der Eurener Eisenbahnstraße hat sich nach der Verdopplung der Grünphase für Linksabbieger in die Luxemburger Straße ein wenig gelegt. Dennoch bleibt die Lage angespannt, alle hoffen auf den von Baudezernent Andreas Ludwig (CDU) in Aussicht gestellten Bypass durch die Straße Im Speyer  ab frühestens Ende August. Doch hier stellt sich eine Frage:

Kann die Stadt während der Teilsperrung der Kölner Straße auch an der Kaiser-Wilhelm-Brücke die Ampel umschalten?

Dieser Teil der Kölner Straße in Trier-West ist während Bauarbeiten der Deutschen Bahn abgesackt. Dieser Schaden wird kommende Woche behoben. Foto: Trierischer Volksfreund/Jörg Pistorius
Die Bahn baut an dieser Stelle eine Unterführung. Die Straße ist 18 Zentimeter tief abgesackt. Foto: Trierischer Volksfreund/Jörg Pistorius

Noch gibt es keine solchen Pläne. Eine längere Grünphase für Abbieger von der Kaiser-Wilhelm-Brücke würde bedeuten, dass der Verkehr auf den Uferstraßen länger Rot sieht und einen Stau bildet.

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