1. Region
  2. Trier & Trierer Land

drohende BEENDIGUNG DES PACHTVERTRAGES FÜR DIE TANKSTELLE IN DER OSTALLEE

drohende BEENDIGUNG DES PACHTVERTRAGES FÜR DIE TANKSTELLE IN DER OSTALLEE

Zur Berichterstattung "Tankstelle in der Ostallee soll Radweg weichen" (TV vom 22. September) haben uns diese Meinungen von Leserinnen und Lesern erreicht:

Meinung

Schildbürgerstreich, ideologieverseuchtes Vorhaben und ein lukrativer Kompromissvorschlag in Pleite-Zeiten
Meines Erachtens sollte man den Pachtvertrag mit der Tankstelle so lange verlängern, bis die Stadt a) konkrete Pläne für den Bereich hat und b) auch die finanziellen Mittel, um die Pläne dann auch zeitnah realisieren zu können. Denn wenn jetzt die Tankstelle weg muss, entsteht nur eine unschöne Brache, und dies mitten in der Stadt. Das kann doch wirklich keinem gefallen. Petra Kewes, Trier In Zeiten drohender Haushaltssperre und Rekordverschuldung kann das Vorhaben der Stadt nur als ideologieverseucht angesehen werden: Der vorgesehene Radweg kostet den Steuerzahler (die Stadt hat für einen zweiten Radweg in der Metzer Allee 350 000 Euro bezahlt) ohne Zu- und Abfahrten bei überschlägiger Rechnung und 80 Nutzern pro Tag mit Zins und Abschreibung 1,67 Euro je Radfahrer für etwa 160 Meter. Zusätzlich verzichtet die Stadt auf Pachteinnahmen, Steuern und andere Abgaben. Dr. Katrin Hülsmann, Trier Ich will mich voll den Ausführungen von Christian Kremer anschließen. Wenn die Vorschläge und Angebote von Lothar Schmitz und Aral angenommen, modifiziert und umgesetzt werden, kann allen Teilen, Stadt und Bevölkerung sicher optimal entsprochen werden. Auch dem "Tanktourismus" nach Luxemburg wird so kein Vorschub geleistet. Siegfried Fäth, Trier Laut Bundesverwaltungsgericht(BVerwG 8C50.09) dürfen außerhalb der gesetzlichen Öffnungszeiten Fußgänger und Radfahrer nicht an Tankstellen bedient werden, nur Autoreisende, und Alkoholverkauf halte ich da eh für bedenklich. Die Stadt Regensburg kontrolliert dies streng. Ob dann immer noch 1,5 Millionen Euro Umsatz zusammenkommen? Wie viel Prozent macht der Spritverkauf, also der für Autos aus? Andererseits ist es mir auch schleierhaft, wie der Radweg Richtung Kaiserthermen und zurück weitergeführt werden soll. Würde gerne auch mal die Wege-Alternative von Aral sehen. Vielleicht doch die Midnightoil oder blaue Lagune erhalten, aber nur von 6 bis 22 Uhr geöffnet? Frank Heidemann, Trier Der Plan, die Tankstelle zu schließen, ist ein weiterer Schildbürgerstreich der politisch unentwegt Korrekten: 1. Tankstelle und Shop sind ständig geöffnet und daher für viele nachts die "letzte Rettung". 2. Für mich persönlich war sie es auch schön öfter, wenn ich morgens erst bemerkt habe, dass ich am Tag vorher vergessen hatte zu tanken. 3. Der dort geplante Radweg beginnt an einer Straße und endet auch an einer Straße und ist daher für die meisten Radfahrer völlig unattraktiv wie so viele andere in Trier. Man verzichtet also auf Steuereinnahmen, um ein weiteres sinnfreies Vorzeigeprojekt durchzuführen. Helmut Schlösser, Trier Was ist denn gewonnen, wenn die Aral-Tankstelle weg und dafür ein Fahrradweg da wäre? Dieser würde dann spätestens an der Kreuzung enden. Und was dann - weiter auf dem Mittelstreifen der Weimarer Allee Richtung Kaiserthermen radeln? Toll. Nick Lambert, Trier Bitte nicht wieder am Bürger vorbei! Lesen Sie die Bürgerbeteiligung! Radfahrer wollen keine teuren Fahrradautobahnen, die im Nichts enden, sondern barrierefreie, durch Markierung abgegrenzte Wege auf der Straße, die das ganze Stadtgebiet erschließen. Diese Planung zur Schließung der Aral-Tankstelle schadet somit der Stadt, den Radfahrern, Autofahrern und den Beschäftigten. Sie ist allerdings gut für Esso und Shell. Aloys Pinn, Trier-Kernscheid Der Kompromissvorschlag von Aral ist für die Pleite-Stadt Trier nicht zu überbieten: 50 000 Euro Gewerbesteuereinnahmen bleiben der Stadt erhalten, der Radweg wird kostenlos erstellt, Arbeitsplätze und die einzige nächtliche Tank- und Einkaufsmöglichkeit in der Innenstadt bleiben erhalten. Wenn das die Stadt Trier nicht überzeugt, dann können die Not und der Sparwillen nicht so groß sein. Dann können wir uns in Zukunft auch Sparvorschläge im Bürgerhaushalt sparen. Maria Kronenberg, Trier Der Grünstreifen in der Ostallee ist zwischen zwei zweispurige Fahrbahnen eingeklemmt, über die täglich Tausende von Autos fahren - mit Stopp und Stau an zwei Ampeln. Er - und damit auch der potenzielle Radweg - wird an drei Stellen von stark befahrenen Fahrbahnen unterbrochen. Und da soll der Erhalt einer einseitig geöffneten Tankstelle, an der man bequem vorbeiradeln kann, wirklich unerträglich sein? Wilfried Heuser, bekennender Alltagsradler, Trier Wer bitte schön schickt diese Kaes(e)frau zurück nach Wittlich? Dort werden noch viele Radwege benötigt, außerdem gibt es um das Stadion herum kein Parkplatzproblem. Andreas Brand, Longuich