Durch Christus beschenkt

TRIER. (LH) Feierliche Profess in St. Matthias: die Benediktiner-Brüder Simeon Friedrich und Leo Wittenbecher legten in der Abteikirche ihr Ewiges Gelübde ab.

Viele Gläubige waren am 1. Mai nach St. Matthias gekommen, um in der Benediktinerabtei die Feierliche Profess von Bruder Simeon Friedrich und Bruder Leo Wittenbecher mitzuerleben. Eingebunden war das Zeremoniell in einen feierlichen Gottesdienst, in deren Verlauf die beiden Brüder ihr Ewiges Gelübde vor ihren Mitbrüdern und dem Abt des Klosters, Bruder Ignatius Maaß, ablegten. "Ich verspreche für die Dauer meines Lebens Stabilität, Koinobitisches Leben und Gehorsam nach der Regel des Heiligen Benedikt", bekundeten die beiden. Stabilität bedeutet die Bindung an die konkrete Gemeinschaft, Koinobitisches Leben die Lebensform des Mönchtums gemäß Regel, Tradition und aktuellem Verständnis durch die Gemeinschaft. Auch empfingen die beiden die "Kukulle", das Gewand der Mönche. Bruder Simeon Friedrich, Jahrgang 1975, stammt aus Oberwinter am Rhein. Nach dem Abitur studierte er Raum- und Umweltplanung. Als Diplom-Ingenieur ist er im Planungsamt der Stadt Trier tätig. Zu seinen Verantwortlichkeiten in der Abtei gehört die Kommunikation mit den Brüdern der Gemeinschaft auf der Huysburg. Bruder Leo Wittenbecher, Jahrgang 1970, wuchs in Wittlich auf. Er studierte Theologie und Philosophie und arbeitete fünf Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Theologischen Fakultät in Trier. Bruder Leo arbeitet im Mutterhaus der Borromäerinnen als Leiter der Krankenhausseelsorge. Zuständig ist er für den Bereich der medizinischen Ethik. Mönch sein heiße immer unterwegs sein, Grenzgänger und Pilger sein, um den Reichtum Gottes zu erfahren, sagte Abt Ignatius Maaß in seiner Predigt. Der Mönch sei ein von Christus Beschenkter durch die bedingungslose Annahme und das Erfahren der bedingungslosen Liebe Gottes.