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Durchs Nies’chen hoch zur schönen Aussicht

Durchs Nies’chen hoch zur schönen Aussicht

Einer der bekanntesten Weinlagen des Ruwertals neu und ganz anders erleben. Das ist Ziel des Ortsgemeinderats Kasel. Der hat sich dafür ausgesprochen, einen "Nies’chensteig" auszuweisen.

Kasel. Kasel will Schwerpunktgemeinde für Wein und Tourismus in der Verbandsgemeinde Ruwer werden. Das sagt Ortsbürgermeister Karl-Heinrich Ewald. Um diesem Ziel einen Schritt näherzukommen, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, Zuschüsse für die Errichtung eines Klettersteigs namens Nies'chensteig mit Aussichtsplattform zu beantragen.
Der neue Steig soll sich über 185 Höhenmeter vom Ruwerradweg aus über den bereits vorhandenen Ruwerwein- und Geschichtsweg durch die Steillage "Kaseler Nies'chen" nach oben schlängeln. Dort angekommen, soll eine Aussichtsplattform aus Holz Wanderern, Touristen und Weinliebhabern einen Fernblick über den Ort und in Richtung Hochwald und Stadt Trier ermöglichen.
Wer nun glaubt, die Höhenmeter in Stöckelschuhen oder Badeschlappen absolvieren zun können, der hat Pech gehabt. Denn es geht ab durch die Weinberge. Karl-Heinrich Ewald: "Wir haben vor, den Steig durch einen 1,8 Meter breiten Weg zwischen den Reihen zu führen." An einigen steilen Stellen könnten Stahlseile helfen, den An- oder Abstieg zu erleichtern. Zudem will die Gemeinde auf dem Areal oberhalb der Steillagen einen multifunktionalen Erlebnisbereich samt Wegenetz, Ruhebänken und Klangspielen errichten, sagt Ewald. Allen voran soll den Winzern einmal mehr die Gelegenheit geboten werden, ihre Erzeugnisse direkt oberhalb der Steillagen vor ihren Kunden zu präsentieren. "Dieses Konzept passt wunderbar in die Tourismusstrategien der Verbandsgemeinde Ruwer, der Mosellandtouristik und des Landes Rheinland-Pfalz", sagt der Ortschef.
Geld von der EU im Blick


Durch den Gemeinderatsbeschluss seien jetzt aber zunächst einmal nur die Weichen gestellt worden, um Geld für die Umsetzung des Kulturvorhabens bei der Lokalen Aktionsgruppe Mosel (LAG) zu beantragen. Auch ein Kostenplan müsse erst noch erstellt werden, erklärt Karl-Heinrich Ewald. Er rechne damit, dass nach Abzug aller Zuschüsse noch ein Eigenanteil im mittleren fünfstelligen Bereich von der Gemeinde selbst zu tragen sei. anf