Edelmetall für Edelbrände

50 Mal Gold, 51 Mal Silber und 46 Mal Bronze: 24 Destillerien aus der Region Trier haben bei der Edelbrandprämierung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz in Trier zahlreiche Kammerpreismünzen entgegengenommen.

Trier. Unter den 850 Destillaten, die 100 Brenner aus ganz Rheinland-Pfalz im April zur Edelbrandprämierung eingestellt haben, waren etliche Exoten: "Wir haben sogar Spargelbrand, Schokoladenlikör und Erdbeer-Chili-Likör probiert", erzählt Stephan Reuter von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, die den Wettbewerb ausrichtet. Die Jury probierte die Destillate in einem Blindtest. Geruch und Geschmack seien entscheidend, sagt Reuter. Nachhaltigkeit oder bestimmte Anbauformen würden nicht berücksichtigt.Im Nells Park Hotel in Trier haben die Mainzer Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken und der Präsident der Landwirtschaftskammer, Norbert Schindler, nun die Sieger aus den Regionen Trier und Koblenz ausgezeichnet und ihnen die Kammerpreismünzen in Gold, Silber und Bronze verliehen.Die Prämierung diene dazu, regionale Betriebe zu unterstützen, sagte Schindler. Ihnen fehlten oft Werbeetats und der Zugang zu Medien. Außerdem solle eine gewisse Qualität hervorgehoben werden. Die Prämierung erleichtere es Kunden, einen guten Edelbrand zu finden.Wer in der Region Trier wohnt, muss dazu nicht weit fahren: 24 Betriebe haben 50 Mal eine Kammerpreismünze in Gold erhalten, 51 Mal gab es Silber und 46 Mal Bronze. Fünf Brenner erhielten Ehrenpreise: Wolfgang Kuntz (Lieser) und Christel Haller (Prümzurlay) bekamen Staatsehrenpreise, Eifel-Edelbrand (Niederweiler) den Ehrenpreis des Landkreises Bitburg-Prüm, Christian Schröder (St. Thomas) den Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer und Michael Berweiler (Klüsserath) den Ehrenpreis des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau. Berweiler nahm zudem eine Auszeichnung für den besten Edelbrand in der Kategorie Wildobst entgegen.Für die Brenner sind die Kammerpreismünzen eine gute Möglichkeit zu sehen, wo sie im Vergleich zur Konkurrenz stehen - und für einige eine schöne Selbstbestätigung. "Vergangenes Jahr haben wir einmal Bronze erhalten", erzählt Maria Kremer aus Konz. "Dieses Jahr haben wir eine goldene, zwei silberne und drei bronzene Auszeichnungen bekommen." Für sie sind die Kammerpreismünzen eine Anerkennungen harter Arbeit. Kremer scherzt: "Das gilt vor allem bei den harten Quitten!"Die ausgezeichneten Betriebe aus der Region Trier: Ludwig Neyses, Bitburg-Masholder (1 Kammerpreismünze in Gold/1 Silber/4 Bonze); Klaus-Peter und Elke Kettern, Pieport (3/0/0); Wolfgang Kuntz, Lieser, (5/8/7); Rudolf Flesch, Lieser (1/2/1); Eifel-Edelbrand, Niederweiler (2/4/2); Maria Wirtz, Messerich (0/1/3); Alois Zeimetz, Holsthum (3/1/1); Christel Haller, Prümzurlay (7/4/2); Hofladen Hettinger, Prümzurlay (1/2/3); Ludwig Faber, Ferschweiler (3/2/2); Karl Jücker, Paschel (1/1/1); Gertrud Nau, Nittel (1/1/1); Maria Kremer, Konz (1/2/3); Peter Greif, Tawern (1/3/2); Edgar Fochs, Nittel (0/1/2); Christian Schröder, St. Thomas (3/2/2); Felix Thein, Palzem (1/0/0); Michael Berweiler, Klüsserath (3/3/3); Herbert Junk-Hoffmann, Leiwen (4/3/1); Ernst Fögen, Spangdahlem (3/3/0); Joachim Nisius, Breit (2/0/1); Peter Schneider, Welschbillig ( 2/1/2); Alexander Bohr, Welschbillig (2/4/1); Peter Lasch, Ralingen (0/2/2).