Feiern: Edle Tropfen und Kulinarisches von Lachs bis Wurst

Feiern : Edle Tropfen und Kulinarisches von Lachs bis Wurst

Besucher des 33. Thörnicher Weinhöfefestes hatten beim Essen wie beim Verkosten von 150 Weinen die Qual der Wahl.

Der Andrang von Besuchern aller Generationen spricht für sich. Viele sind seit Jahren immer wieder dabei beim Thörnicher Weinhöfefest. Andere entdeckten das Fest erst kürzlich für sich. So wie drei St. Wendeler, die nun zum zweiten Mal für ein Wochenende in Thörnich waren. Da sie in Bekond übernachteten, freuten sie sich über den Samstag pendelnden Bus-Shuttle, erzählte Stefan Mikola. Und gewandert seien sie auch. Es sei einfach schön hier.

In einem anderen der sechs beteiligten Weingüter ließen es sich Ehranger und Bekonder gutgehen – wie seit bestimmt 20 Jahren, wie sie schätzten. Und auch dazwischen schauten sie vorbei. So wie vor drei Wochen für eine Grill- und Weinprobe mit Westerwäldern, erzählte Alwin Kempf. Ingrid Braband schwärmte zudem von den Weinhöfefest-Wanderungen, bei denen schöne Geschichten die Landschaft erleben ließen. Eine Familie aus Leiwen schätzt Angebote wie Planwagenfahrten und auch Geburtstage hätten sie schon etliche bei ihrem Winzer gefeiert, erzählte Anita Kräwer.

Besucher aus Hamburg, ebenfalls seit Jahren dabei in Thörnich, lieben abgesehen vom milden Klima der Mosel die Gemütlichkeit in den Betrieben. Gefeiert wird dort in schicken Vinotheken wie in schlichten Kelterhäusern sowie in Gärten oder unter Zeltdächern. Diesmal konnten sich Besucher durch Weinkarten mit insgesamt 150 verschiedenen Tropfen probieren. Darüber hinaus gab es wie im Weingut Gebrüder Ludwig Besonders zu verkosten: Frozen Rosé, ein Rosé-Sorbet mit Erdbeeren, und Rosanne auf Basis von Grapefrucht, Hibiskus und Perlwein. Entsprechend vielfältig präsentierten sich die Weingutsküchen mit Gerichten für jeden Geschmack: vom hausgebeizten Lachs auf Algensalat bis zur Currywurst und von Sauerbraten und Kartoffelklößen bis zu Antipasti, Linseneintopf oder „Kassler auf Teerdisch“ (Kartoffelpüree mit Sauerkraut). Sobald es dämmerte, wiesen ihnen Lichterketten und mehrere Livemusik-Bands den Weg zum nächsten Weingut, und am Sonntagnachmittag tanzte die Winzertanzgruppe Detzem mit Tänzerinnen und Tänzern auch aus Thörnich. Sie traten in allen teilnehmenden Betrieben auf. So auch bei Winzer Josef Longen, der von Anfang an dabei ist beim inzwischen 33. Weinhöfefest. Verglichen mit den ersten Jahren sei heute alles größer, sodass es für die Leute nun viel interessanter sei, „so von Weingut zu Weingut zu gehen“. Denn Thörnich punkte mit seinen kur­zen Wegen „auch bei nicht so schönem Wetter“ wie am Wochenende. „In Thörnich ist das Wetter immer gut“, stellte daher auch sein Kollege Karl Jürgen Thul fest. Und das auch dank eines abwechslungsreichen Programms mit Punkten wie Steillagenwanderungen über den Klettersteig Thörnicher Ritsch oder durch die Betriebe führende Erlebnisweinproben, begleitet von Hans Jonas und Vanessa Brockmüller.

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