Ehrennadeln für verdiente Prüfer

Ehrennadeln für verdiente Prüfer

Ohne Bezahlung leisten Ehrenamtler wichtige Arbeit für die Gesellschaft. Am Donnerstag, 14. Januar, hat Oberbürgermeister Klaus Jensen zwei Ehrenamtler, Ludwig Diewald und Siegfried Sorge, mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Trier. (cmk) Ludwig Diewald (59) und Siegfried Sorge (73) haben sich für die Allgemeinheit engagiert. Nach 30 sowie 38 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit hat Oberbürgermeister Klaus Jensen den beiden die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz überreicht.

"Das ist ein Ausdruck der Dankbarkeit und der Anerkennung, aber es spiegelt nicht das wider, was sie geleistet haben. Die Ausbildung junger Menschen ist uns besonders wichtig", so Jensen. Diewald ist Oberstudienrat und Berufsschullehrer. Aber seit 1979 gehört er auch als Lehrervertreter dem Gesellenprüfungsausschuss für Elektroniker (Maschinen- und Anlagentechnik) an - und das ehrenamtlich. Sorge ist eigentlich Steueroberamtsrat, aber er bereitet außerdem bereits seit 1971 den handwerklichen Nachwuchs auf die Meisterprüfungen vor.

"Unterrichten ist meine Leidenschaft", mit diesem Satz erklärt er sein Engagement. Neben seiner Lehrtätigkeit sitzt er zudem in Prüfungsgremien diverser Handwerke. Seit 1979 leitet er die Meisterprüfungskommission im Friseurhandwerk. Die Handwerkskammer Trier, vertreten durch Hans-Josef Jänschke, ihren Ehrenpräsidenten, hatte die beiden für die Ehrung vorgeschlagen. "Ohne diese Herren könnten wir die Prüfungen nicht so gestalten", so Jänschke. Der Aufwand für die Prüfungen sei in den letzten Jahren größer geworden. Es gehe jetzt schließlich mehr um die situationsbezogene Anwendung von Wissen. Extra Die Ehrennadel: Um die Ehrennadel erhalten zu können, muss man sich mindestens 12 Jahre lang ehrenamtlich engagiert haben. Die Entscheidung, ob jemand die Ehrennadel erhält, wird dann in drei Stufen gefällt. Das offizielle Vorschlagsrecht hat der Oberbürgermeister, der über Empfehlungen von anderer Seite entscheidet. Danach folgt eine Prüfungskommission bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Die endgültige Entscheidung fällt dann ein Referat der Staatskanzlei in Mainz. (cmk)