Eifersucht kennen sie nicht - 60 Jahre glücklich verheiratet: Sängers feiern diamantene Hochzeit

Eifersucht kennen sie nicht - 60 Jahre glücklich verheiratet: Sängers feiern diamantene Hochzeit

Seit 60 Jahren sind Martha und Günter Sänger verheiratet. Zu ihrem Jubiläum gratulierten auch Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Ortsvorsteher Rainer Lehnart.

Trier. Die Kaffeetafel ist gedeckt und gleich fünf von Martha Sänger selbst gebackene Kuchen warten darauf, von den Gästen verzehrt zu werden. Anlässlich ihrer diamantenen Hochzeit ist ein gutes Dutzend Gäste erschienen - darunter Oberbürgermeister Wolfram Leibe, der neben einem Blumenstrauß und Wein ein Gratulationsschreiben der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, überbringt. Auch Rainer Lehnart, Ortsvorsteher Trier-Feyen/Weismark, lässt es sich nicht nehmen, dem Jubelpaar zu gratulieren. 60 ist eine bemerkenswerte Zahl an Jahren, die die Sängers verheiratet sind. "Wir hätten schon früher geheiratet, aber wir mussten warten, bis Martha 21 ist", sagt der 86-jährige Günter Sänger. Kennengelernt haben sie sich, da war sie gerade 15, er 21.

Mittlerweile haben sie eine Tochter und einen Sohn und sind Großeltern von drei Enkeln. Ein Geheimrezept für eine lange, harmonische Ehe haben sie nicht, aber: "Eifersucht kennen wir beide nicht. Das macht viel aus", meint Martha Sänger. Sie seien sich ihrer gegenseitigen Liebe und Treue immer sicher gewesen. Streit gebe es kaum, sie hätten "immer viel Unsinn miteinander gemacht und viel gelacht", erzählt die 81-Jährige. Beide fahren noch Auto und lieben zu reisen. Vor drei Jahren seien sie in Moskau gewesen, berichtet Martha Sänger.

Ehemann Günter ist als gelernter Elektroinstallateurmeister, Industriemeister für Fahrleitungsbau und KFZ-Elektromeister auch heute noch ein Technik-Narr. Ständig repariere er kaputte Maschinen und Geräte, sagt seine Frau.

Als Wolfram Leibe erwähnt, dass er gern den Elektro-Smart der Stadtwerke nutzt, kommen die beiden Männer schnell ins Gespräch. Schließlich war Günter Sänger selbst bei den Stadtwerken beschäftigt. Beim Abschied von der Kaffeetafel bemerkt der OB anerkennend: "Das war ein interessanter Besuch. Ich kenne niemanden, der sich bei Elektrobussen so gut auskennt."